„Ergebnistechnisch ist es momentan nicht so einfach“, stellt Hünfelds Trainer Johannes Helmke treffend fest: Die jüngsten Niederlagen gegen Walldorf (0:1) und in Gießen (1:2) waren knapp wie auch bitter, davor gab es den Ausreißer beim 5:0 gegen Darmstadt. Doch zumindest beim FC Gießen stimmte die Leistung zuletzt wieder, und das macht dem Coach Mut: „Wir lassen uns von der Tabelle natürlich nicht blenden. Aber wenn wir diese Leistung wieder bringen, und bei unserem Spiel bleiben, werden wir wieder punkten“, macht Helmke den heimischen Fans Hoffnung.
Der HSV lässt sich nicht unterkriegen, will weiterarbeiten, wie Helmke akribisch betont. „Natürlich werden wir da nichts über den Haufen werfen müssen, um unsere Erfolge wieder einzufahren. Wir müssen vielleicht auch einfach unser Glück wieder ein bisschen erzwingen“. Am besten schon am Samstag gegen den SC 1960: Die Hanauer kamen denkbar schlecht in die Saison und sahen bereits wie ein Absteiger aus, doch im engen Tabellenmittelfeld ging es zuletzt rasant nach oben: Mitte September verlor der SCH in Gießen, seither gab es vier Siege und zwei Remis. Und die Defensive der Gäste hat sich stabilisiert, während Hanau vorne effizient ist: Erst 19 eigene Tore in 14 Spielen reichen für 21 Punkte – und damit nur einen weniger als der HSV auf seinem Konto hat. Die Ungeschlagen-Serie begann nach einem Trainerwechsel: Auf Abassin Alikhil folgte dessen Co-Trainer Kenan Kocak – jedoch nicht jener, der mal Sandhausen oder Hannover trainierte, sondern ein Namensvetter.
Folglich sagt Helmke: „Sie sind sehr formstark in den letzten Spielen, aber das ist Woche für Woche das gleiche und trifft wahrscheinlich auf 80 Prozent der Hessenligisten zu: Die Tabelle zeigt, wie eng es ist – da kann es ganz schnell gehen“. Der HSV will nach dem Abrutschen auf Rang fünf nicht noch mehr einbüßen, denn mit einer Niederlage wäre zumindest Hanau auch vorbei. Bei einem Sieg bliebe Hünfeld dran. Maximilian Fröhlich, der am vergangenen Samstag aufgrund seiner Hochzeit fehlte (fehlen durfte) – ist wieder einsatzbereit. Dazu geht aktuell die Krankheitswelle in der Haunestadt rum, die bis zum Wochenende bei den meisten auskuriert sein soll.
Hessenliga
Freitag
19 Uhr
Hummetroth – Eintracht Frankfurt U21
19.30 Uhr
Eddersheim – Türk Gücü Friedberg
Samstag
14.30 Uhr
Hanauer FC – Walldorf
Fernwald – FC Gießen
Hünfelder SV – SC Hanau
VfB Marburg – Waldgirmes
Baunatal – Weidenhausen
Sonntag
14.30 Uhr
TuBa Pohlheim – Darmstadt 98 U21
16 Uhr
CSC Kassel – Stadtallendorf
