Fußball 26.10.2025

Hessenliga – HSV verliert unglücklich: Ein Fehler mehr als der Gegner

Gießen (pf) – Eine klare Steigerung zur Vorwoche, doch für Punkte gereicht hat es dennoch nicht: Der Hünfelder SV kassierte in der Fußball-Hessenliga die zweite knappe Niederlage in Folge und musste dazu noch den FC Gießen nach der 1:2 (0:1)-Auswärtspleite in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

Der HSV um Petr Paliatka jr machte ein gutes Spiel in Gießen, konnte sich aber nicht belohnen. Archivfoto: Christine Görlich

Mehr als unglücklich verlief das Auswärtsspiel des HSV im Waldstadion, der sich in Sachen Zweikampfführung, Pressing-Verhalten und anderem zum 0:1 gegen Walldorf steigern wollte. Das nahm Trainer Johannes Helmke auch von außen so wahr, und musste den Schluss ziehen, „dass das ein ausgeglichenes Spiel war, wo eine Punkteteilung absolut gerecht gewesen wäre. Mindestens“.

Ein Tor entschied kurz nach dem Seitenwechsel, als die Hünfelder nicht gut aus der Kabine kamen und eine kurze Schwächephase hatten. Melvin Njontie nutzte einen Patzer von HSV-Keeper Jannis Maul und staubte trocken zum 2:1 ab. „Dazu kam noch, dass der Ball in der Entstehung im Aus war, was leider nicht gesehen wurde“, klagte Helmke, dessen Hünfelder außerdem noch einen Handelfmeter hätten bekommen können. So kam vieles zusammen. „Wir haben alles investiert, deshalb ist das für uns sehr unglücklich und enttäuschend heute“.

Sonst hatte der HSV Gießen sogar gut im Griff. In den ersten zehn Minuten passierte wenig, dann häuften sich die Torchancen auf beiden Seiten. Für die Gäste vergaben Lindemann und Simon, ehe das Gießener 1:0 durch Mirco Geisler per Außenrist-Schuss fiel. Doch der HSV hatte die richtige Antwort darauf: Nur zwei Minuten später scheiterte erst Paliatka, dann setzte Max Vogler nach und glich aus. Aaron Gadermann und Jemal Kassa hätten das Spiel dann sogar noch vor der Pause drehen können. Kassa, der an alter Wirkungsstätte auflief, war mit Simon, Lindemann und Zöll in die Startelf gerückt, dafür rotierten Häuser, Witkowski und Kocak (Bank) sowie Fröhlich (fehlte) raus.

„Es waren ein paar Fehlpässe zu viel drin, aber das hatte Gießen genauso. Am Ende haben wir dann den einen Fehler mehr gemacht“, meinte Helmke, der aber für den Jahresendspurt wieder auf Erfolge hoffte: „Davon ich bin überzeugt, wenn wir weiter arbeiten und so auftreten. Ich kann den Jungs heute keinen Vorwurf machen“.

Gießen: Jomaa Zabadne; Celik, Kim, Gegg, Duran, Geisler (55. Preisig), Karakas (73. Wollstadt), Cvrlje (46. Ofori), Itter, El Chaabi (66. Reichenbächer), Njontie (70. Okuka).

Hünfeld: Maul; Kemmerzell (87. Häuser), Zöll, Dücker, Vogler (80. Witkowski), Paliatka jr., Lindemann (66. Herr), Simon, Gadermann, Zentgraf, Kassa.

Schiedsrichter: Colin Diehl (Wolfsanger)

Tore: 1:0 Mirco Geisler (29.), 1:1 Max Vogler (32.), 2:1 Melvin Curtis Njontie (53.)

Zuschauer: 220