„Viel mitnehmen“ konnte der HSV nach dem 0:2 beim Nachwuchs von Eintracht Frankfurt am vergangenen Freitag: Mit einem Doppelschlag erwischten die Adler die Hünfelder eiskalt, verpassten danach ein höheres Ergebnis. „Dennoch haben wir gut mitgespielt“, sagt Hünfelds Trainer Johannes Helmke, muss jedoch anerkennen, dass der Gegner an diesem Tag überragend war und besonders zuhause mit einer Wucht auftrat, die ihresgleichen sucht. „Wir sind schon an unsere Grenzen gelangt. Frankfurt hat unglaublich viel Qualität in Sachen Intensität, Zweikampfführung und Tiefenläufe gezeigt“, so Helmke, der jedoch hofft, dass seine Mannschaft weiter dazulernt: „Solche Grenzen sind auch immer temporär. Unser Ziel sollte sein, die auch verschieben zu können“.
Zwei Spiele traf der HSV das Tor nicht mehr und verlor zuletzt dreimal in Folge, doch eine Krise ruft in Hünfeld niemand aus. Vielmehr sieht sich Helmke in den Vermutungen vor Saisonbeginn bestätigt, „dass diese Hessenliga, wie von vielen prognostiziert, sehr ausgeglichen und sehr stark ist“. Mit dem Erreichen des Leistungsmaximums könne auch Hünfeld jeden Gegner schlagen, mit 90 Prozent reicht es hingegen nicht. Auch mit personellen Ausfällen wird es schwer, wie Gegner Friedberg beispielhaft und unfreiwillig zeigte: „Unterschied-Spieler“ Noah Michel machte erst fünf Saisonspiele, traf in diesen aber gleich dreimal. „Sie hatten ihre schwächere Phase, haben aber jetzt auch wieder gewonnen“, warnt Helmke davor, die Tabelle, und auch die erst elf Saisontore von TGF, auf die Goldwaage zu legen: „Sie sind zweifacher Vizemeister, eine absolute Topmannschaft, gerade in der Offensive mit Michel und Reljic“. Zu den Erfolgserlebnissen der Friedberger zählte im September der Erfolg im Pokal beim aktuellen Hessenliga-Primus Eddersheim – das will schon was heißen. „Wenn wir diese Offensive in den Griff bekommen, ist sicher auch etwas für uns drin. Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen“, so Helmke. Personell gibt es noch Fragezeichen: Jonas Simon war krank und konnte nicht voll trainieren, bei Leon Zöll (Knie) steht noch ein MRT aus. Zuletzt spielten außerdem Akteure wie Lindemann, Witkowski, Herr oder Boureanu in der zweiten Mannschaft.
Hessenliga
Freitag
15 Uhr
Stadtallendorf – FC Gießen
Samstag
14 Uhr
Fernwald – Eintracht Frankfurt U21
14.30 Uhr
Baunatal – Walldorf
15 Uhr
Weidenhausen – SC Hanau
Hanauer FC – Hummetroth
Hünfelder SV – Türk Gücü Friedberg
VfB Marburg – Darmstadt 98 U21
15.30 Uhr
Waldgirmes – CSC Kassel
Sonntag
14.30 Uhr
TuBa Pohlheim – Eddersheim
