Lokales FD 24.10.2025

Haimbacher Reservisten üben taktisches Abseilen – Fotos

Haimbach (pm/gü) – Um sich weiterhin militärisch fit zu halten und weiterzubilden führte die Reservistenkameradschaft Haimbach im Monat Oktober eine Abseilausbildung durch. Alle Teilnehmer verlegten gemeinsam und standesgemäß mit einem ehemaligen Lkw der Bundeswehr vom morgendlichen Treffpunkt bis zum Standort der Ausbildung zu einem alten Steinbruch am Haimberg in der Gemarkung Haimbach.

Foto: Jörg Ströher

Dort angekommen, wurden alle durch den Leitenden Oberstabsfeldwebel a. D. Uwe Lengsfeld und Hauptfeldwebel d. R. Christian Böhm in Empfang genommen. Die beiden bildeten das Vorkommando und richteten die verschiedenen Stationen ein, sodass es mit der Ausbildung gleich losgehen konnte. Lengsfeld, der im Laufe seiner militärischen Karriere, die für die Übung wichtigen und fachlichen Qualifikationen erworben hat, erklärte den Teilnehmern worum es hier geht. Es handele sich ausdrücklich nicht um eine Hochgebirgsausbildung sondern vielmehr über das Erlernen der Fähigkeit, zum Beispiel in einer brenzligen Einsatzsituation, sich aus dem ersten oder zweiten Stock eines Gebäudes mit einfachsten Mitteln in Sicherheit zu bringen.

Los ging es mit dem binden von Knoten. Die Teilnehmer mussten allesamt den Achter- sowie den Prusikknoten erlernen. Dies fiel am Anfang nicht jedem leicht. Die Knoten wurden aber so lange geübt und wiederholt, bis es bei jedem einwandfrei geklappt hat. An der zweiten Station erlernten alle das Binden einer sogenannten Sitzschlinge, eine lange Bandschlinge, ein behelfsmäßiger Ersatz für einen Klettergurt. Auch hier wurde so lange wiederholt, bis jeder es konnte. In dem Wissen, dass Knoten und Sitzschlinge in der Wand unbedingt halten müssen, wurden diese Stationen unter höchster Konzentration und Gewissenhaftigkeit absolviert.

Bei der nächsten Station war es dann endlich soweit. Die ersten Abseilübungen erfolgten aber zunächst an einem circa sechs Meter hohen Abschnitt der Steinbruchwand. Gesichert an einem stabilen Baum, bekamen die Teilnehmer ein erstes Gefühl für das Seil und die Höhe. Hier konnte sich jeder mehrmals abseilen. Anschließend ging es zur vierten Station. Einem circa zehn Meter hohen Abschnitt der Wand. Sich hier einfach nach hinten über die Kante fallen zu lassen, kostete schon etwas Überwindung. Auch hier bestand die Möglichkeit für jeden Teilnehmer sich mehrmals abzuseilen. Nach Ausbildungsende bedankten sich alle Teilnehmer bei Lengsfeld und Böhm für die hervorragende Organisation, Vorbereitung sowie Durchführung der Veranstaltung. Alle Teilnehmer waren zufrieden, hatten ihren Spaß und dabei noch was gelernt.

Abseilübung der Haimbacher Reservisten. Fotos: Jörg Ströher