Aulatals Trainer Martin Friedrich zeigt sich von den Gästen der FSG Vogelsberg begeistert. „Es zeichnet sie aus, dass sie wenige Gegentreffer kassieren und viele Spiele dadurch knapp gewinnen“, erklärt er. Mit zwölf kassierten Treffern stellt Vogelsberg die drittbeste Defensive der Liga und seht nach elf Spieltagen mit 23 Punkten derzeit auf den dritten Tabellenplatz. „Das Torverhältnis spricht für sich. Sie scheinen ihre Qualitäten zu haben, die entscheidenden Tore zu machen“, lobt Friedrich die Gäste. Doch der Fokus liege klar auf der SGA und den eigenen Stärken. „Wir haben selbst auch Qualität. Wir stehen nicht ohne Grund da oben“. Mit einem Torverhältnis von 25:11 stellt Aulatal nicht nur die beste Offensive, sondern auch die beste Defensive der Liga, gemeinsam mit Sickels. „Es wird ein interessantes Spiel. Die Frage ist, wer defensiv stabiler steht, mehr Fehler macht und in der Offensive effektiver ist“, erwartet der Coach.
Ein wenig Enttäuscht zeigt sich Friedrich über die Zuschauerquote in diesem Jahr. Vor gerade einmal zwei Jahren brach die SGA beim Duell gegen die SG Neuenstein einen Zuschauerrekord, doch in diesem Jahr lässt es etwas zu wünschen übrig. „Gegen Niederaula habe ich mir mehr Zuschauer erhofft“, gibt er zu. Ob es beim Top-Spiel getoppt wird, lasse sich der Coach überraschen. Personell geht die SGA aber derzeit auf dem Zahnfleisch. Mit Jannik Hahl und Luca Eckhardt fehlen zwei wichtige Säulen hinten wie vorne urlaubsbedingt. Hinzu kommt noch die Rotsperre von Kilian Krapp, der erst am Sonntag wieder eingesetzt werden kann, sowie die Ausfälle von Felix Wind und Schlussmann Benedikt Saul, der mit Problemen an der Schulter zu kämpfen hat. „Wir müssen auf einige Leistungsträger verzichten. So drängen sich aber die Jungs in den Kader, die zuletzt eher von der Bank kamen“, sieht Friedrich das Positive.
Sein gegenüber, FSG-Trainer Kevin Steudter, kann aufgrund des breiten Kaders jegliche Ausfälle gut kompensieren. Vogelsberg schwebt nach dem Aufstieg auf Wolke sieben und ist mehr als im Soll. „Wir nehmen das Spiel mit einem leichten Schmunzeln zu Kenntnis. Als Aufsteiger haben wir nicht damit gerechnet, auf Platz drei zu stehen“, gibt der Coach zu. Mit Aulatal warte ein Team mit enormer Qualität und Erfahrung. Noch vergangene Saison spielte die SGA in der Verbandsliga, musste allerdings direkt wieder runter. „Wir finden immer noch, dass es nichts Alltägliches ist, in der Gruppenliga zu spielen. Aulatal wird eine Reise, die man aber gerne antritt“, so Steudter. Für die bislang gute Spielzeit hebt er unter anderem die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die Qualität der Spieler hervor. „Wir sind bescheiden, aber trotzdem selbstbewusst“. So habe sich in den vergangenen Jahren einiges gefestigt und in vielen Bereichen stabilisiert, wie beispielsweise die Defensive. „Die bildet unser Fundament“. Mit dem Erfolg komme die Motivation beinahe automatisch. Dennoch sei es wichtig, weiterhin konzentriert zu bleiben und mit einer guten Mannschaftsleistung so viele Punkte wie möglich einzufahren.
Ebenfalls am Donnerstagabend gasiert die SG Neuenstein bei der SG Freiensteinau. Der neue SGF-Trainer Mike Gaul hat dabei gleich ein Sechs-Punkte-Spiel vor sich, schließlich kommt ein direkter Konkurrent im Tabellenkeller.
Feiertag ist Spieltag
Am Freitag (15 Uhr) geht es für die Dreier-SG um Trainer Sascha Fiedler zum Aufsteiger Sickels. Nach einem 2:1-Sieg gegen seinen Ex-Club Bronnzell und einer furiosen Schlussphase fehlen dem Coach zum Freitag nun aber gleich zwei wichtige Spieler. Noah Neubauer und Moritz Flügel bekamen in der Nachspielzeit die Ampelkarte und müssen am Freitag zuschauen. Auch hinter Samuel Neubauer steht derzeit ein Fragezeichen. „Ich hoffe, dass er von seiner Zerrung in der Wade zurückkommt“, so Fiedler. Mit Sickels geht es für die Rhöner auch gleich gegen einen starken und nicht zu unterschätzenden Aufsteiger. „Sie haben eine junge Truppe, ähnlich wie wir“. Für Sascha Fiedler ist das Spiel in Sickels ein gefühltes Heimspiel. „Ich wohne in Fulda-Galerie und kann zu Fuß zum Platz laufen. Es werden viele aus der Nachbarschaft und Verwandtschaft das Spiel besuchen“, freut sich der Coach über eine ordentliche Kulisse. Spielerisch möchten die Gäste an der Leistung im zweiten Durchgang gegen Bronnzell anknüpfen. „Wir waren eng an den Leuten, sind in die Zweikämpfe gekommen und haben unsere Schnelligkeit ausgespielt“. Den eher kleinen Platz in Sickels stelle für die Gäste kein Problem dar. „Beide Teams müssen auf dem den gleichen Platz spielen. In Elters ist er der Platz auch etwas kleiner“.
Weiterhin am Tag der Deutschen Einheit: Niederaula/Kerspenhausen begrüßt Thalau zum Aufsteigerduell, Hönebach fordert Bronnell und die SGOZ könnte sich mit einem Sieg gegen Großenlüder ganz oben festbeißen.
Gruppenliga
Donnerstag
19.30 Uhr
Freiensteinau – Neuenstein
Aulatal – Vogelsberg (in Oberaula)
Freitag
15 Uhr
Sickels – Elters/Eckweisbach/Schwarzbach
Niederaula/Kerspenhausen – Thalau (in Niederaula)
Hönebach – Bronnzell
Oberzell/Züntersbach – Großenlüder (in Züntersbach)
