Vier Heimspiele am Stück haben Trainer Mike Gaul und seine SG Freiensteinau zum Jahresausgang terminiert, das erste davon wurde mit 1:0 gegen Bad Soden II: „Wir machen die Räume eng und die Jungs verteidigen gerne. Das ist vielleicht der Schlüssel“, freut sich Gaul, der unter seiner Leitung schon eine positive Entwicklung erkennt: „Über dieses Defensivverhalten kommen wir aber auch immer mehr in den Genuss, im letzten Drittel des Gegners zu sein. Wir verteidigen was weg, aber daraus entstehen mittlerweile große Chancen“. Gegen die Sprudelkicker sah Gaul dies bestätigt – die Gäste hatten wenige klare Aktionen, Freiensteinau nutzte zumindest eine von vielen zum Sieg. „Wir haben nicht den einen Knipser vorne, deshalb gehe ich davon aus, dass wir diese Saison kein Spiel 5:0 gewinnen werden“, schmunzelt der Coach – dem ein 1:0 logischerweise auch reicht.
Die Gruppenliga spielt derweil wieder verrückt: Freiensteinau ist nun Elfter und hat 21 Punkte – bis zum nächsten Gegner Bronnzell auf Rang zwei sind es nur sechs Zähler. Doch davon will sich der Trainerfuchs nicht blenden lassen: „Wir stehen ja nur gerade über dem Strich, weil die anderen nicht gespielt haben und Spiele ausgefallen sind. Wir sind immer noch voll im Abstiegskampf – und jetzt kommt ein Mega-Gegner“, schiebt Gaul die Favoritenrolle direkt zur Viktoria: „Wenn ich den Kader durchgehe, sehe ich Verbandsliga-Kicker, die da auf uns zukommen. Aber das ist schön, da kann man sich messen und sehen, wie weit wir weg oder wie nah wir dran sind“. Zunächst wird mit einer Physio- und Lauf-Einheit im Blauen Eck in die Woche gestartet, während Bronnzells Partie am Samstag in Niederaula ausgefallen war. Die Viktoria kommt also ausgeruht, doch Gaul freut sich auf Trainerkollege Zlatko Radic und viele bekannte Gesichter. Wo am Mittwoch gespielt wird, ist hingegen noch offen, Gaul hofft auf den Wettergott: „Wir wollen gerne auf Rasen, aber das wird kurzfristig entschieden. So oder so hoffen wir aber, dass ein paar Leute kommen – wir haben jetzt Werbung gemacht und wollen das weiter so machen“.
