„In den Niederlanden gibt es aktuell einen riesigen Hype um marokkanische und türkische Kickboxer“, erklärt Braun im Vorfeld: „Die werden dort gefeiert, als würdest du in Marokko oder der Türkei kämpfen.“ Von den Rängen rechnet Braun daher mit einem gellenden Pfeifkonzert – was den erfahrenen Kickboxer jedoch vollkommen kalt lässt: „Ich bin es gewohnt, wir wurden schon bei zahlreichen Kämpfen rund um den Globus immer wieder ausgebuht. Deswegen bin ich da vollkommen entspannt.“
Im Ranking steht Braun aktuell auf Platz drei – und damit mehrere Plätze über seinem Kontrahenten. „Es geht vor allem darum, meinen Platz zu verteidigen und zu verhindern, dass er Boden gutmacht.“ Denn: Im Falle eines Sieges würde auf Braun ein weiterer Kampf warten, danach würde bei erfolgreichem Ausgang ein Titelkampf anstehen. Die Bilanz spricht für den Fuldaer: Von 45 Kämpfen gewann Braun 27 durch K.O – die Größenvorteile liegen allerdings beim Marokkaner: Mit 1,88 Metern ist Hammouche neun Zentimeter größer als der Fuldaer. „Ich gehe aber absolut positiv in den Kampf – so wie immer“, nimmt der 36-Jährige die Favoritenrolle dennoch an.
Am Donnerstag tritt Sergej Braun die Reise nach Rotterdam an, dann stehen zunächst Pressetermine an, bevor es tags darauf zum Wiegen und dem Face-Off mit Gegner Hammouche kommt. Am Samstag kommt es in der niederländischen Hafenmetropole schließlich zum Aufeinandertreffen mit dem Marokkaner, bevor Braun mit seinem Team am Sonntag wieder die Heimreise antritt. Übertragen wird der Kampf des Fuldaers beim kostenpflichtigen Streamingdienst Dazn.
