Zwischen bunten Deko-Ideen, kreativen Gestaltungsangeboten und einem reichhaltigen Buffet entstand eine offene, lebendige Atmosphäre. Besonders für die Kinder war viel geboten: Sie konnten im eigenen Spielbereich malen, experimentieren und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Großen Anklang fand der Apfeldruck auf Leinwand, bei dem die jungen Gäste selbst kleine Kunstwerke gestalteten und dabei spielerisch an das Thema BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung herangeführt wurden. Auch beim Herstellen funkelnder „Diamanten“ aus Eichelfrüchten wurde deutlich, wie einfach sich Naturmaterialien kreativ und nachhaltig nutzen lassen. So verband sich Freude am Gestalten mit einem bewussten Blick auf Umwelt und Natur.
Familien, Nachbar:innen und Interessierte kamen bei Kaffee, Gebäck und Gesprächen miteinander in Kontakt – auch viele Spaziergänger:innen fanden dank eines Hinweisschilds an der Straße spontan den Weg in den Garten.
„Das Gartenfest hat gezeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit innerhalb der AWO ist“, sagt Lorena Schäfer vom Stadtteiltreff Fulda Südend. „Gemeinsam schaffen wir Orte, an denen sich Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten begegnen, voneinander lernen und zusammenwachsen.“
Laura Groß, Projektkoordinatorin des Fri:Da- und e:du-Projekts, ergänzt: „Unser Ziel ist es, Familien und Frauen in ihrer Lebenssituation zu stärken – und dabei Räume für Begegnung zu schaffen, die Freude machen und Barrieren abbauen.“
Auch Sarah Heitz, Abteilungsleitung Familienbildung bei der AWO Fulda, zieht ein positives Fazit: „Der neue Garten bietet dafür ideale Bedingungen. Er wird zu einem Ort, an dem Integration und Teilhabe ganz selbstverständlich gelebt werden.“
Das Fri:Da-Projekt wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union sowie die Stadt Fulda gefördert. In Verbindung mit dem e:du-Projekt (Eltern und Du) werden hier niedrigschwellige Bildungs- und Begegnungsangebote geschaffen, die Familien im Alltag stärken und gesellschaftliche Teilhabe fördern.
Auch der Stadtteiltreff Fulda Südend, der ebenfalls von der AWO betrieben wird, leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt im Stadtteil. Er lädt Bewohner:innen regelmäßig zu niedrigschwelligen Angeboten und wechselnden Programmen ein – von Kreativaktionen über offene Treffs bis hin zu Informationsveranstaltungen. Ziel ist es, Begegnung zu ermöglichen, Nachbarschaft zu stärken und Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammenzubringen.
Mit dem Gartenfest wurde sichtbar, wie dieses Engagement im Stadtteil Früchte trägt – ganz im Sinne eines offenen, nachbarschaftlichen Miteinanders. Einig sind sich die Projektverantwortlichen und AWO-Mitarbeitenden darin, den Garten künftig regelmäßig für gemeinsame Aktionen zu nutzen – als lebendigen Ort, an dem Vielfalt sichtbar wird und jeder willkommen ist.
