Fußball 19.10.2025

Frauen-Hessenliga – SGB gewinnt enges Derby – Lütter stürmt auf eins

Lehnerz/Lütter (pf) – Der TSV Pilgerzell hat trotz der nächsten Niederlage einen großen Schritt nach vorne gemach in der Frauenfußball-Hessenliga: Der Tabellenletzte war im Derby in Lehnerz bei der SG Barockstadt lange auf Augenhöhe, die SGB war letztlich effektiver und gewann dank zweier Tore vor der Pause knapp mit 2:1 (2:0). Die TSG Lütter ist unterdessen nach dem 4:0 gegen Klein-Linden und dem Patzer von Dortelweil neuer Spitzenreiter.

Archivfotos: Christine Görlich

SG Barockstadt – TSV Pilgerzell 2:1 (2:0)

„Ein Derby ist nie einfach. Es war so umkämpft, wie wir es erwartet hatten“, sagte Barockstadt-Trainer Marcel Roßdeutscher nach Spielende. Besonders meinte er damit die Zweikampfhärte, die ganz anders als gegen Lütter gewesen sei. „Es war sehr physisch geführt, dadurch war der Spielfluss oft unterbrochen. Einige Aktionen waren nicht unbedingt nötig“. Pilgerzells Trainer Knut Seuring wiederum konnte seine Mannschaft nur loben und meinte: „Es gab Spiele, da waren wir völlig unterlegen. Heute war es nicht so. Leider konnten wir unsere Früchte noch nicht ernten, aber das war in Sachen Spielverständnis und Einstellung ein richtiger und wichtiger Schritt“.

Alicia Schmidt hatte die SGB nach wenigen Minuten in Führung geschossen, sie war instinktiv in Position gelaufen und wurde schön freigespeilt. Die Führung gab der Barockstadt aber nicht die „Lockerheit“, die sich Roßdeutscher erhoffte: „Die Ruhe am Ball hat da noch etwas gefehlt“. Dennoch gelang das 2:0 durch Ann Marit Herzig per Vollspann-Schuss aus 23 Metern, danach dachten wohl einige, dass die Messe schon gelesen sein könnte. Pilgerzell blieb aber durch Standards und Fernschüsse gefährlich, wenn auch kein Tor mehr dabei herauskam. Seuring sagte: „Der Gegner hat zweimal aufs Tor geschossen und beide waren drin. Wir hatten mehrere Lattentreffer. Das war eine ganz knappe Kiste und das 2:0 eindeutig zu hoch“. Nach dem Seitenwechsel setzte der Gast dort an und beeindruckte den Trainer kämpferisch und auch spielerisch: „Wir hatten viele Situationen in der gegnerischen Hälfte und Abschlussmomente in der Box“. Doch mehr als der Anschlusstreffer – gleichzeitig das erste Saisontor für den TSV – per Elfmeter durch Tabea Leonangeli sprang nicht heraus. Roßdeutscher hingegen erklärte, dass die SGB nicht unbedingt auf das dritte oder vierte Tor gehen, sondern routiniert verteidigen wollte, und fand: „Dann haben wir uns den Sieg auch verdient“.

Barockstadt: Büchel; Herzig, Schmidt, Zura, Kolbe, Ostertag, Schlott, Posledni-Gröne, Krug, Volland, Hohmann (70. Schulte, 80. Wurm).

Pilgerzell: Kröhling; Worch, R. Barth, Rumpf, McGilvray, Leonangeli, Steinert, Lüdtke, E. Barth, Wilde, Mecik (61. Schad, 61. Gruner, 84. Damis).

Tore: 1:0 Alicia Schmidt (6.), 2:0 Ann Marit Herzig (22.), 2:1 Tabea Leonangeli (65., Foulelfmeter)

Zuschauer: 120

 

TSG Lütter – TSV Klein-Linden 4:0 (2:0)

Voll des Lobes konnte das Trainerteam Auth/Treidler nach dem deutlichen Heimsieg sein: Denn aus diversen Gründen, ob Krankheit, Studium, Beruf oder private Feiern, fehlten einige Spielerinnen aus dem TSG-Kader, der aber nicht ohne Grund breit aufgestellt ist. „Alle zerreißen sich und der Kader hat sich heute wieder bestätigt. Das Ergebnis geht gegen einen starken Gegner voll in Ordnung“, so Julian Treidler. Die TSG hatte nur elf Spielerinnen und eine Ersatztorfrau an Bord, der Rest wurde „aufgefüllt“, jedoch nicht ohne Qualitätsverlust. In die Karten spielte Lütter außerdem die Blitz-Führung nach nicht einmal 60 Sekunden durch Maja Lorenz. Zwar spielte sich die TSG nicht die Masse an Torchancen heraus, doch nutzte eine weitere noch kurz vor der Pause zum 2:0 durch Verena Faulstich, während die Gastgeberinnen den Angriff von Klein-Linden gut im Griff hatten. Nach der Pause ging es direkt weiter: Vanessa Klaus scheiterte an der Latte – einer von drei Alu-Treffern im Spiel der TSG. Doch Lütter gab die Szene nicht auf, blieb am Gaspedal und erzwang das Eigentor per Querschläger zum 3:0, was bereits eine Vorentscheidung war. Für den Schlusspunkt sorgte Jana Bott, während Lütters Defensive über 90 Minuten stabil blieb. Parallel verlor Dortelweil erstmals in dieser Saison mit 0:2 in Marburg – für Lütter geht es damit von einem Topspiel ins nächste: Kommenden Samstag wartet die Aufgabe beim SCD. Die Coaches hofften, dass zumindest die eine oder andere angeschlagene Spielerin zurückkehren kann.

Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Spilke, Lorenz (65. Schrimpf), Schöppner, Schlott, Klaus, Dechant, Faulstich (89. Heil), Bott.

Tore: 1:0 Maja Lorenz (1.), 2:0 Verena Faulstich (45.+1), 3:0 Dominique-Michelle Ziegler (53., Eigentor), 4:0 Jana Bott (90.)

Zuschauer: 100

 

 

 

 

 

 

Frauenfußball-Hessenliga – Erstes Tor, aber noch kein Lohn: 1:2 im Derby

Lehnerz (pf) – Der TSV Pilgerzell hat trotz der nächsten Niederlage einen großen Schritt nach vorne gemach in der Frauenfußball-Hessenliga: Der Tabellenletzte war im Derby in Lehnerz bei der SG Barockstadt lange auf Augenhöhe, die SGB war letztlich effektiver und gewann dank zweier Tore vor der Pause knapp mit 2:1 (2:0).

 

„Ein Derby ist nie einfach. Es war so umkämpft, wie wir es erwartet hatten“, sagte Barockstadt-Trainer Marcel Roßdeutscher nach Spielende. Besonders meinte er damit die Zweikampfhärte, die ganz anders als gegen Lütter gewesen sei. „Es war sehr physisch geführt, dadurch war der Spielfluss oft unterbrochen. Einige Aktionen waren nicht unbedingt nötig“. Pilgerzells Trainer Knut Seuring wiederum konnte seine Mannschaft nur loben und meinte: „Es gab Spiele, da waren wir völlig unterlegen. Heute war es nicht so. Leider konnten wir unsere Früchte noch nicht ernten, aber das war in Sachen Spielverständnis und Einstellung ein richtiger und wichtiger Schritt“.

Alicia Schmidt hatte die SGB nach wenigen Minuten in Führung geschossen, sie war instinktiv in Position gelaufen und wurde schön freigespeilt. Die Führung gab der Barockstadt aber nicht die „Lockerheit“, die sich Roßdeutscher erhoffte: „Die Ruhe am Ball hat da noch etwas gefehlt“. Dennoch gelang das 2:0 durch Ann Marit Herzig per Vollspann-Schuss aus 23 Metern, danach dachten wohl einige, dass die Messe schon gelesen sein könnte. Pilgerzell blieb aber durch Standards und Fernschüsse gefährlich, wenn auch kein Tor mehr dabei herauskam. Seuring sagte: „Der Gegner hat zweimal aufs Tor geschossen und beide waren drin. Wir hatten mehrere Lattentreffer. Das war eine ganz knappe Kiste und das 2:0 eindeutig zu hoch“. Nach dem Seitenwechsel setzte der Gast dort an und beeindruckte den Trainer kämpferisch und auch spielerisch: „Wir hatten viele Situationen in der gegnerischen Hälfte und Abschlussmomente in der Box“. Doch mehr als der Anschlusstreffer – gleichzeitig das erste Saisontor für den TSV – per Elfmeter durch Tabea Leonangeli sprang nicht heraus. Roßdeutscher hingegen erklärte, dass die SGB nicht unbedingt auf das dritte oder vierte Tor gehen, sondern routiniert verteidigen wollte, und fand: „Dann haben wir uns den Sieg auch verdient“.

Barockstadt: Büchel; Herzig, Schmidt, Zura, Kolbe, Ostertag, Schlott, Posledni-Gröne, Krug, Volland, Hohmann (70. Schulte, 80. Wurm).

Pilgerzell: Kröhling; Worch, R. Barth, Rumpf, McGilvray, Leonangeli, Steinert, Lüdtke, E. Barth, Wilde, Mecik (61. Schad, 61. Gruner, 84. Damis).

Tore: 1:0 Alicia Schmidt (6.), 2:0 Ann Marit Herzig (22.), 2:1 Tabea Leonangeli (65., Foulelfmeter)

Zuschauer: 120