Volleyball 01.10.2025

Frauen – Es läuft: Rotenburg und Johannesberg grüßen von oben

Osthessen (pf) – Einen überwiegend erfolgreichen Heimspieltag absolvierten die Volleyball-Mannschaften der SG Johannesberg am Wochenende: Die Landesliga-Frauen gewannen beide Spiele, die zweite Mannschaft zumindest eins.

Die SG Johannesberg I spielte einen erfolgreichen Heimspieltag. Fotos: Verein

Die zweite Mannschaft war ebenfalls zuhause im Einsatz.

Oberliga: FSV Bergshausen – TG Rotenburg 0:3 (13:25, 23:25, 17:25)

Es läuft weiter wie am Schnürchen für die TG Rotenburg in der Frauen-Oberliga: Ein klares 3:0 feierte die TGR am Samstagabend bei Bergshausen und festigte damit die Spitzenposition. Der erste Satz war mehr als deutlich, nur 13 Punkte ließen die Rotenburgerinnen ihren Gegner machen. Der FSV war dann im zweiten Satz drin im Spiel, jedoch brachte Rotenburg auch diesen mit Erfahrung zu Ende, um dann das Duell auch zeitig zuzumachen. Die TGR-Frauen wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, schließlich hatten sie nach der Niederlage in der Vorsaison noch etwas gutzumachen, und machten das auch mit höchster Konzentration und vollem Einsatz deutlich. Die TGR grüßt damit weiter von ganz oben, weiter geht es am 18. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TSV Hanau.

Rotenburg: Fili, O. Kalinowska, W. Kalinowska, Gerlach, Paul, Mousa, Cutura, Wulkau, Franke.

 

Landesliga Nord: SG Johannesberg – USC Gießen II 3:0 (25:20, 25:21, 27:25)

Im ersten Spiel des ersten Heimspieltages der Saison hatten die Landesliga-Frauen der SG Johannesberg gleich den Tabellenführer vom USC Gießen zu Gast. Beide Teams waren noch ungeschlagen, also musste eine Serie zu Ende gehen. Die Zuschauer im Johannesberger Sportzentrum bekamen eine entsprechend umkämpfte Partie zu sehen.

Der Auftaktsatz begann ausgeglichen und beide Teams zeigten sich kämpferisch. Johannesberg erspielte sich mit dem vielseitigeren Angriff eine frühe Führung. Diesen konnte das Team dann auch ins Ziel bringen und sich so die Führung mit 25:20 sichern. Auch im zweiten Satz ging das Team um Kristana Schuchert entschlossen zu Werke, leistete sich aber bei 12:8 einen Aussetzer in Annahme und Spielaufbau, so dass die Gäste ihrerseits zu einer 14:12-Führung kamen. Doch die SGJ stabilisierte sich schnell wieder und holte sich auch Satz 2 mit 25:21. Im dritten Abschnitt geschah dann das, was häufig angesichts einer deutlichen Führung geschieht. Giessen versuchte alles, um die Niederlage zu vermeiden, während die SGJ nicht mehr mit der anfänglichen Entschlossenheit agierte. So konnte der USC zwischenzeitlich mit 19:10 in Führung gehen und hatte den Anschluss schon vor Augen. Mit starker Abwehr- und Angriffsleistung fanden die Gastgeberinnen wieder Anschluss und bei 24:22 sah es schon so aus, als wäre das Spiel vorbei. Allerdings wollte der USC nicht so schnell klein beigeben, kam seinerseits bei 25:24 zu einem Satzball. Diesen konnte die SGJ abwehren und zwei direkte Aufschlagpunkte von Ann Sophie Grobauer beendeten dann das Spiel.

 

SG Johannesberg – TuS Brandoberndorf 3:2 (20:25, 29:27, 19:25, 25:17, 17:7)

Im Spiel gegen den Aufsteiger aus Brandoberndorf stelle SGJ-Coach Dimovski dann zunächst auf drei Positionen um. Daraus resultierten einige Reibungsverluste, die zu einem 6:14-Rückstand führten. Zwar konnte die SG noch verkürzen, aber mehr als das schlussendliche 20:25 war nicht mehr drin.

Auch im zweiten Satz blieb das Spiel auf des Messers Schneide. Zwar lag Johannesberg permanent in Führung, doch eine kurze Schwächephase brachte die Gäste sogar mit 23:22 in Führung. Doch mit starken Nerven wehrte die SG alles ab, was Brandoberndorf versuchte und mit 29:27 gelang der Satzausgleich.

Im dritten Satz zeigten die Damen aus Johannesberg wieder ihr anderes Gesicht. Zu oft wurde mit Fehlern gehadert. Und das, obwohl bis zur Satzmitte eine beständige Führung bestand. Dann allerdings häuften sich Eigenfehler, die den Gästen das Leben leicht machten. So geriet der Satzverlust mit 19:25 deutlich, aber unnötig.  Jetzt allerdings war die SGJ wieder wach. Der vierte Satz war eine deutliche Angelegenheit, weil die SGJ jetzt wieder ihr volles Potenzial abrief. Der Gegner wurde wieder permanent unter Druck gesetzt und so geriet der Satzausgleich mit 25:17 zu einer deutlichen Angelegenheit.

Das setzte sich auch im Entscheidungssatz fort. Bis zum Seitenwechsel konnten die Gäste noch einigermaßen mithalten. Das 5:8 ließ ihnen noch Chancen. Dann aber zeigte die SG, wozu das Team eigentlich fähig ist. Mit guter Blockarbeit, stabiler Verteidigung wurde Julia Schawag in die Lage versetzt, ihre Angreiferinnen in Szene zu setzen, was zu spektakulären Angriffen führte. Beim abschließenden 15:7 war Brandoberndorf dann chancenlos.

Die SGJ steht damit an der Tabellenspitze, weiter geht es nun erst am 9. November bei BG Marburg.

Johannesberg: Ariane Breunung, Doris Brux, Larissa Drexler, Ann Sophie Grobauer, Julia Schawag, Kristana Schuchert, Joana Schröder, Teresa Schuhmann, Wynona Walter, Hannah Wilhelm, Kim Weber

 

Bezirksoberliga Nord: SG Johannesberg II – TV Jahn Kassel 1:3 (25:19, 17:25, 15:25, 11:25)

Auch die zweite Mannschaft der SG Johannesberg musste den ersten Heimspieltag mit einem dezimierten Kader bestreiten. Greta Schätzmüller (Schüleraustausch), Sara Dimovska (Verletzung), Amelie Raczing und Jana Bott (beide erkrankt) fehlten und so standen nur sechs Spielerinnen aus dem Mannschaftsstamm zur Verfügung. Yaren Demirtas und Luana Simmchen aus der dritten Mannschaft halfen aus und gaben dem Trainier damit Wechselmöglichkeiten.

Zu Beginn war von all diesen Widrigkeiten nichts zu spüren. Gegen den Tabellenführer zeigte die junge Mannschaft der SGJ ein kompaktes und kampfbetontes Spiel, in dem sie sich bei 13:7 eine beachtliche Führung erspielten, die sie zum 25:19 auch ins Ziel bringen konnte. Im zweiten Satz kehrte sich die Situation dann um. Die Gäste konnten die SGJ-Annahme stärker unter Druck setzen und die Mädels verstanden es in dieser Phase nicht, zu einem geordneten Spielaufbau zu kommen. Dennoch gab das Team nicht klein bei und konnte das Ergebnis mit 17:25 noch erträglich gestalten.

Im dritten Satz hatte Johannesberg dann zunächst das Heft in der Hand, machte im Angriff wieder mächtig Druck, doch bei einer Abwehraktion verletzte sich Mannschaftskapitänin Finja Schütz am Knie und musste ersetzt werden. Die Umstellung führte zu enormer Unruhe und dem Satzverlust mit 15:25.

Im vierten Satz musste auf der SGJ-Seite dann umgestellt werden. Anna Sophia Röhrig rückte in den Mittelblock und Luana Simmchen kam zu ihrem ersten Bezirksoberliga-Einsatz. Sie machte ihre Sache gut und kam zu einigen schönen Punkten. Dennoch war aus diesem Spiel jetzt sprichwörtlich die Luft raus. Die erfahrenen Spielerinnen des Landesliga-Absteigers nutzten die Probleme der SGJ gnadenlos aus und kamen mit 11:25 zum 3:1. Immerhin war es gelungen, dem Tabellenführer den ersten Satzverlust beizubringen.

 

Bezirksoberliga Nord: SG Johannesberg II – TV Sontra 3:0 (26:24, 25:17, 25:17)

Im zweiten Spiel des Tages gegen den TV Sontra waren im ersten Satz noch die Unsicherheiten aus dem vorangegangenen Spiel zu spüren. Die eigentlich deutlich sichtbare Überlegenheit in allen Elementen konnten die SGJ-Mädels nicht wirklich umsetzen. Im Gegenteil. Sontra setzte sich aufgrund einer hohen Eigenfehlerquote Punkt für Punkt ab, bis zum 19:24. Dann kam Finja Schütz an den Aufschlag und servierte 3 Asse in Folge. Jetzt waren die Gäste derart verunsichert, dass deren Angreiferinnen plötzlich leichte Fahler machten. Mit einem krachenden Block von Sina Leis ging der Satz noch mit 26:24 an Johannesberg.

Diese Aufholjagd entschied letztlich das Spiel. Als zu Beginn des zweiten Satzes die SGJ sofort wieder da war und jetzt nur noch ganz wenige Fehler machte, bauten die Gäste dann sichtbar ab. Nach 18:9 war das 25:17 nur noch Formsache. Auch im dritten Satz änderte sich am Kräfteverhältnis auf dem Feld nichts und so hieß es nach etwas über eine Stunde Spielzeit erneut 25:17 und 3:0.

Mit diesem erneuten Sieg hat die zweite Mannschaft der SG Johannesberg jetzt erst einmal den fünften Tabellenplatz erreicht und den Anschluss an das vordere Mittelfeld hergestellt. Die Pause bis zum nächsten Spieltag muss jetzt zur Konsolidierung der Mannschaft und Beseitigung der noch vorhandenen Schwächen in Annahme und Verteidigung genutzt werden. Am 8. November geht es dann mit einem erneuten Heimspiel weiter.

Johannesberg II: F. Bartsch, S. Born, Y Demirtas, A. Haller, S. Leis, A. Röhrig, F. Schütz, L. Simmchen.