„Fulda als Studienort hat eine ganze Menge zu bieten“, erklärte Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule, zur Begrüßung der Erstsemester. Da die meisten Studierenden der Hochschule nicht aus der Region kommen würden, betonte er die Attraktivität der „guten und gelebten Partnerschaft“ der Hochschule mit der Stadt von rund 50 Jahren. Besonders in Bezug auf demografische Herausforderungen, wie den prognostizierten ansteigenden Fachkräftemangel in Osthessen, sei es essenziell, dass „junge, talentierte und engagierte Menschen in die Region ziehen“ würden. Als Reaktion auf den Bedarf von internationalen Arbeitskräften hätte die Hochschule ihr Studienangebot von rein englischsprachigen Studiengängen erweitert und könne dadurch Studierende aus über 80 Ländern verzeichnen. Als Auszeichnung für die Leistung, den Mut und den Erfolg dieser Studierenden werde daher in jedem Jahr der DAAD-Preis vom Deutschen Akademischen Austauschdienst an einen dieser internationalen Studierenden verliehen.
In diesem Jahr erhielt ihn die Italienerin Maria Chiara Menapace, die im fünften Semester an der Hochschule Lebensmitteltechnologie studiert. Ihre exzellenten akademischen Leistungen, ihr Engagement als Tutorin für Studienanfänger sowie ihre Leidenschaft für Volleyball, ihre Entschlossenheit und Zielstrebigkeit würden sie auszeichnen und für den Preis qualifizieren, berichtete Khakzar. Besonders sei, wie sie auch herausfordernden Situationen stets etwas Positives entnehmen könne, sowohl im Alltag in ihrer Wohngemeinschaft mit vier weiteren internationalen Studentinnen oder auch während ihres Auslandssemesters in den USA. In ihren Dankesworten erinnerte sich Menapace an ihren ersten Tag an der Hochschule, der von Vorfreude und Neugierigkeit, aber auch Unsicherheiten geprägt gewesen sei. So richtete sie sich an die Erstsemester und forderte sie dazu auf, an sich selbst zu glauben, keine Angst vor Fehlern zu haben, sich einen Ausgleich zum Studium zu suchen und sich mit inspirierenden Leuten zu umgeben.
Jochen Kohlert, ehrenamtlicher Stadtrat, begrüßte zuvor die Erstsemester herzlich im Fürstensaal des Stadtschlosses als „Herz der Demokratie in Fulda“ und wünschte ihnen ein „gutes Ankommen, erfolgreiches Studieren und eine unvergessliche Zeit.“ Er selbst sei vor 13 Jahren als Erstsemester nach Fulda gekommen und berichtete deshalb vor allem von praktischen Tipps, die das Studentenleben in Fulda prägen würden: „Fulda hat viel zu bieten und es wird immer mehr“, berichtete er und stellte anschließend Programmpunkte wie den Kultursommer, das Schlosstheater, die Foaset, den anstehenden Hessentag sowie Naturerlebnisse in der Rhön vor. Gleichzeitig erkannte er jedoch auch die Herausforderungen des Studentenlebens in Fulda an, besonders im Bezug auf das Problem des bezahlbaren Wohnraums, woran die Stadt aktiv arbeite. „Man kann in Fulda relativ einfach ein konstruktiver Teil der Gesellschaft werden, deswegen fordere ich Sie auf, nicht nur hier zu studieren, sondern auch die Stadt mitzugestalten und mitzuprägen“, so Kohlert. Besonders wegen der zahlreichen internationalen Studierenden sei durch kulturellen Austausch ein großer Gewinn für die Stadt möglich. „Ich wünsche Ihnen, dass sie auf ihre Zeit in Fulda mit einem Lächeln zurückblicken werden können“, resümierte er. Christoph Stibor, Leiter der Schlosstheaters, stellte den Erstsemestern anschließend Highlights aus dem Programm des Schlosstheaters vor und betonte dabei die zahlreichen Angebote und Rabatte für Studierende.
