Im spannenden Supermittelgewichtsduell bekam es Domenik Arnold mit Robin Zamora zu tun, der zwar eine negative Kampfbilanz hat, aber ein unbequemer und aggressiver Gegner ist und für Arnold noch unbekannt war, weil der ursprüngliche Gegner – ein Engländer – nicht anreisen konnte. Der Osthesse musste dies früh bemerken: Sein Gegner legte unsaubere Aktionen hin, kämpfte „dreckig“ und gab Uppercuts. Die defensive Herangehensweise brachte Arnold in der ersten Runde noch nicht weiter, daher stellte er sich danach dem Infight. Und es wurde eine Schlacht, die die Zuschauer in Leverkusen begeisterte.
Arnolds Kontrahent aus Nicaragua hielt Stand, brachte den Fliedener dann in Runde fünf böse ins Wackeln. Aber er zeigte Stärke, verlor hintenraus zwar Punkt – doch es reichte trotzdem für einen knappen Punktsieg: 57:55, 57:54 und 58:54 für Arnold, der einem harten Hund im Ring begegnete. Beide gaben ihr Bestes, auch wenn der 21-Jährige hinterher von ein wenig „Freestyle“ sprach. Arnold steht damit bei einer Bilanz von vier Siegen und keiner Niederlage.
Weniger erfolgreich lief es dagegen für Ibrahim Parwiz und Jan Seidensal, die ebenfalls das Brauns Gym im Ring repräsentierten: Parwiz trat am Samstag bei der Fightnight-Championship in Bochum an, musste sich seinem Gegner Dennis Schneider jedoch nach Punkten geschlagen geben – wie bereits beim Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr. Seidensal verlor seinen Fight ebenfalls nach Punkten.
