Im Mittelpunkt des Abends steht der Vortrag „Die sogenannte Wiedergutmachung“ von Anja Listmann, Beauftragte für Jüdisches Leben. Sie beleuchtet, wie Überlebende des Holocaust nach 1945 erniedrigende Entschädigungsverfahren durchlaufen mussten – häufig vor Gerichten mit NS-belasteten Richtern. Dabei wird auch der Begriff der „Wiedergutmachung“ kritisch hinterfragt: Kann unermessliches Leid überhaupt wiedergemacht werden?
Anhand von Beispielen aus Fulda zeigt Listmann eindrücklich, welche seelischen und bürokratischen Hürden die Betroffenen zu bewältigen hatten.
Die Veranstaltung findet in der Katholischen Akademie des Bistums Fulda (Neuenberger Straße 3–5, 36041 Fulda) statt.
Anmeldung: katholische.akademie@bistum-fulda.de
