Lokales FD 23.10.2025

CDU Fulda wählt neuen Vorstand und stellt Weichen für 2026

Maberzell – Von Silas Messing – Volles Haus, volle Agenda: Gleich 28 Tagesordnungspunkte standen auf der CDU-Mitgliederversammlung des Stadtverbands Fulda, die am Dienstagabend im Fuldaer Hof tagte. Versammlungsleiter war Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der mit Humor und klarer Struktur durch den Abend führte. Im Fokus stand dabei die Neuwahl des Vorstandes des CDU-Stadtverbandes.

Der neue Vorstand. Foto: Silas Messing

Der neue Vorstand. Foto: Silas Messing

Bei der Vorstandswahl gab es kaum Überraschungen: Dag Wehner wurde mit 89 von 90 Stimmen im Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind künftig Dr. Marion Wagner, Johannes Uth und Susanne Jobst. Als Schatzmeister wurde Daniel Höfer bestätigt, Schriftführer bleibt Stefan Euler. Neues Gesicht im Vorstand ist Julia König, die das Amt der Mitgliederbeauftragten übernimmt. „Ich freue mich auf die Aufgabe und möchte neue Mitglieder schnell integrieren“, sagte sie nach ihrer Wahl. Zehn Beisitzerinnen und Beisitzer komplettieren das Team.

Der alte und neue Vorsitzende Dag Wehner blickte in seinem Bericht auf ein intensives Parteijahr zurück – mit vielen Sitzungen, Aktionen und neuen Formaten. „CDU vor Ort, das ist unser Erfolgsrezept“, sagte Wehner. „Ein neues Format, das uns monatlich in die Stadtteile führt, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.“ Von Neumitgliedertreffen über Preisschießen bis hin zum Bürgerfest habe die CDU Fulda „eine dauerhafte Präsenz gezeigt“ und bleibe „die Fulda-Partei, die mitten in der Bürgerschaft verankert ist“. Besonders im Fokus stehe nun die Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2026. „Wir gehen mit voller Kraft in den Wahlkampf“, betonte Wehner. Ziel sei ein Ergebnis „deutlich über 45 Prozent“. Auch inhaltlich stehe die CDU für klare Werte: Wachstum, Sicherheit und Stabilität. „Wir wollen eine starke Stadt und ein starkes Fulda“, so Wehner abschließend.

Da Luca Schramm, die Mitgliederbeauftragte, aufgrund der Geburt ihrer Tochter nicht anwesend sein konnte, übernahm Heiko Wingenfeld ihren Bericht. „Luca ist stolze und glückliche Mutter einer Tochter geworden“, sagte er. Trotz 26 Austritten in den letzten zwei Jahren verzeichnete der Stadtverband ein Plus: 30 Neumitglieder traten bei. „Das ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit“, lobte Wingenfeld. Mit nun 538 Mitgliedern sei der Verband „breit aufgestellt und weiterhin eine Volkspartei“. Schramm hatte zuletzt betont: „Wir haben eine breite Basis, eine Verankerung in der Bevölkerung – und daran wollen wir weiter arbeiten.“

Die Fraktionsvorsitzende Patricia Fehrmann zog eine positive Bilanz der politischen Arbeit im Stadtparlament. „Wir arbeiten sehr gut zusammen, das vielleicht mal vorneweg“, begann sie. Offenheit und sachliche Diskussionen hätten der Fraktion geholfen, „zu guten Ergebnissen zu kommen“. Fehrmann hob die Bürgernähe hervor – von Sommerbegehungen über Stadtteilgespräche bis hin zu Projekten in Kemmerzell oder Heimbach. Auch große Themen wie Wohnraum, Schulsanierungen und der kommende Hessentag 2026 wurden angesprochen. „Wir reden nicht nur – wir handeln. Taten sind wichtiger als Worte“, sagte Fehrmann entschlossen.

Schatzmeister Daniel Höfer präsentierte Zahlen, die für zufriedene Gesichter sorgten: Der CDU-Stadtverband erzielte 2023 einen Überschuss von rund 14.500 Euro, 2024 werden rund 11.900 Euro erwartet. „Wir müssen in den Jahren ohne Wahl immer ordentlich unsere Finanzmittel aufstocken“, erklärte Höfer. Seit der letzten Kommunalwahl 2021 seien die Preise stark gestiegen – „um rund 21,3 Prozent“. Dennoch sei man „gut gerüstet für die Wahl 2026“. Nach Prüfung durch Michael Ruppel und Joachim Janssen wurde der Vorstand einstimmig entlastet. „Alle Aufzeichnungen waren ordnungsgemäß und nachvollziehbar geführt“, lobte Ruppel.

Um die Ziele für die kommenden Jahre klar zu formulieren, präsentierte Michael Ruppel die neuen kommunalpolitischen Leitlinien 2026–2031 mit dem Motto „24/7 für Fulda“. „Dieses Papier ist mehr als ein Plan – es ist unser Fahrplan für die nächsten fünf Jahre“, sagte Ruppel. Zentrale Punkte seien Sicherheit, Wohnraum, Digitalisierung und gesellschaftlicher Zusammenhalt. „Heimat schützen heißt Verantwortung übernehmen – mit Herz und Verstand“, so Ruppel. Fulda solle „weiter wachsen, lebendig bleiben und Innovation mit Tradition verbinden“. Ein besonderer Höhepunkt werde der Hessentag 2026, „wenn Fulda für zehn Tage zur heimlichen Landeshauptstadt wird“. Passend dazu stellte die CDU auch ihre Liste für die Stadtverordnetenversammlung vor. Nach der Abstimmung wird diese angeführt von Margarete Hartmann, gefolgt von Patricia Fehrmann, Hans-Dieter Alt, Thomas Hering, Michael Ruppel, Susanne Jobst, Markus Günther, Johannes Uth, Dr. Marion Wagner und Stefan Frauenholz, die gemeinsam die Top Ten der künftigen Kandidatinnen und Kandidaten bilden.

Mit Applaus und Dankesworten endete die mehrstündige Versammlung. Vorsitzender Wehner blickte optimistisch in die Zukunft: „Fulda hat Zukunft – und wir, die CDU Fulda, werden sie gestalten. Rund um die Uhr, mit Herz, Verstand und Leidenschaft.“

Neuwahl des Vorstandes:

Vorsitzender: Dag Wehner - 89 „Ja“ Stimmen / eine „Nein“ Stimme

Stellvertretenden Vorsitzende:

Susanne Jobst - 80 Stimmen

Johannes Uth - 86 Stimmen

Dr. Marion Wagner - 86 Stimmen

Schriftführer: Stefen Euler - 88 Stimmen

Kassierer: Daniel Höfer - 86 Stimmen

Mitgliederbeauftragte: Julia König - 89 Stimmen

Beisitzer:

Christina Algeier - 64 Stimmen

Holger Arnold - 63 Stimmen

Stefan Grauel - 80 Stimmen

Anna-Lena Günther - 61 Stimmen

David Köpsel - 37 Stimmen

Benjamin Kropp - 50 Stimmen

Julia Meyer - 48 Stimmen

Stefanie Rützel - 68 Stimmen

Steffen Werner - 61 Stimmen

Micheal Wicher - 68 Stimmen

Vertrauensperson: Gerhard Möller

Stellvertreter: Dr. Albert Post

Ersatz: Wolfgang Dippel, Gerhard Stollberg

Mitgliederversammlung vom CDU Stadtverband. Fotos: Silas Messing.