Unter dem Motto „Boden wert:schätzen“ bot der traditionelle Agrar-Kultur-Tag eine lebendige Plattform, auf der Stadt, Land, Tradition und Innovation, Begegnung und Bildung zusammenfinden können. Los ging es mit einem festlichen Erntedankgottesdienst, zelebriert vom Provinzial der Franziskaner, Markus Fuhrmann. „Mit dem Agrarkulturtag setzen wir ein Zeichen für mehr Bewusstsein und Wertschätzung“, erklärte Ulrich Schmitt vom Führungsteam antonius: „Der Boden ist für uns Grundlage für echte Arbeit. So können Menschen mit unterschiedlichen Talenten in der Landwirtschaft ihren Platz finden.“
Stefan Schneider, Vorsitzender vom Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld, betonte die Besonderheit des Erntedankfestes für die Landwirte: „Wir fiebern auf diese Zeit, in der wir nach einem Jahr endlich ernten können, hin und sind anschließend dankbar, wenn alles gut geht.“ Zudem richtete er seinen Dank an die Verbraucher, für ihr Verständnis für verschmutze Straßen oder Traktoren auf den Straßen.
„Dieser Tag steht ganz im Zeichen unserer Landwirtschaft und damit auch im Zeichen der Dankbarkeit für die Ernte, die Lebensmittel, die wir tagtäglich genießen dürfen und für die Landwirtinnen und Landwirte, die dies möglich machen“, erklärte die Hessische Milchkönigin Hannah I. (Hanna Theis): „Hier auf dem antonius Hof wird sichtbar, was Landwirtschaft bedeutet: Nähe zum Verbraucher, Einblicke in die tägliche Arbeit und die Möglichkeit, regionale Lebensmittel direkt zu erwerben.“ So zeige sich hier, wie vielfältig und wertvoll die regionale Landwirtschaft sei, erklärte die Milchkönigin.
Landrat Bernd Woide rief zur Reflektion über die Herkunft der alltäglichen Lebensmittel auf: „Die Landwirtschaft ist bei uns im Landkreis Fulda, aber auch generell, eine wichtige Produktion und wir können dankbar sein, dass wir sie haben, ob Ackerbau, Viehzucht oder Milchwirtschaft.“ Er dankte besonders antonius für das Engagement, Landwirtschaft darzustellen und erlebbar zu machen.
Trotz des wechselhaften Wetters kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher und ließen sich auch von Regenschauern nicht abhalten, ganz unter dem von Landrat Woide angekündigtem Motto „der Regen ist wenigstens gut für die Landwirtschaft“. Die Besucherinnen und Besuchern konnten sich zudem über eine Landmaschinenausstellung, Mitmachaktionen für die kleinen Gäste, Infostände, Live-Musik, regionale Ausstellerinnen und Aussteller aus Landwirtschaft und Gartenbau sowie zahlreiche herzhafte und süße regionale Spezialitäten freuen. Zur feierlichen Eröffnung des Hofladens sprach Pater Thomas den Segen für den neuen Laden, zudem trat der Gesangverein Bergeslust Haimbach auf.
