Tischtennis 27.10.2025

Bundesliga – Umkämpfter Heimsieg: TTC schlägt Grünwettersbach

Fulda (jah) – Das war nichts für schwache Nerven: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat ein umkämpftes Spiel in der Tischtennis-Bundesliga für sich entschieden und sich mit 3:2 (3:1, 1:3, 3:0, 2:3, 3:0) gegen den ASC Grünwettersbach durchgesetzt. Erstmals in dieser Spielzeit musste das Doppel die Entscheidung bringen, der Weg zum vierten Saisonsieg war für die Fuldaer um Präsident Stefan Frauenholz ein hartes Stück Arbeit.

Fanbo Meng musste sich dem Japaner Hiroto Shinozuka knapp geschlagen geben - zeigte allerdings eine gute Leistung. Foto: Manfred Völler

Aufgrund der Abwesenheit des Taiwanesen Kao Cheng-jui traten die Maberzeller in der altbewährten Formation gegen die Gäste aus Baden-Württemberg an – und im Vergleich zum Pokal-Achtelfinale kam Grünwettersbach diesmal besser besetzt in die Fuldaer Hubtex-Arena.  Mit Tiago Apolonia und dem zwar angereisten, aber angeschlagen nicht einsatzbereiten Ricardo Walther fehlten dennoch zwei wichtige Spieler bei den Gästen. Dennoch ging es wesentlich enger zu als noch beim 3:0-Pokalerfolg im September: Beim Stand von 2:2 brachte am Ende erst das Doppel die Entscheidung. Dimitrij Ovtcharov und Trainersohn Fanbo Meng gingen als Favoriten ins Duell mit Tobias Hippler und dem Slowaken Damian Floro – und nach zwei umkämpften Durchgängen ließ das Maberzeller Duo hintenraus nichts mehr anbrennen. Mit 11:5 im Dritten sorgten Ovtcharov und Meng für klare Verhältnisse. „Der zweite Satz war umkämpft, da hatte Grünwettersbach sogar zwei Satzbälle“, analysierte Frauenholz, der jedoch keine Sekunde an dem Erfolg des Maberzeller Doppels zweifelte: „Dennoch muss das natürlich erstmal gespielt werden.“

Jonathan Groth eröffnete den Abend an Position eins, hatte gegen Hippler, der nicht in der Weltrangliste gelistet ist, allerdings ordentlich zu kämpfen. Nachdem Hippler den dritten Durchgang holen und auf 1:2 aus Sicht des Grünwettersbachers verkürzen konnte, hatte Groth im vierten Durchgang aber am Ende die besseren Nerven (11:9).

Meng ging anschließend gegen Hiroto Shinozuka an die Platte, vor dem Japaner hatte Stefan Frauenholz bereits im Vorfeld der Partie gewarnt. Meng machte seine Sache gut und erzielte am Ende insgesamt nur fünf Punkte weniger als Shinozuka, musste sich in vier äußerst spannenden Sätzen aber knapp geschlagen geben. „Er hat das gut gemacht und hatte ebenfalls Satzbälle“, lobte Frauenholz.

Am wenigsten Spannung ließ Fuldas Topstar Dimitrij Ovtcharov an Position drei gegen den Slowaken Damian Floro aufkommen: Der deutsche wurde seiner Favoritenrolle gegen die Nummer 648 der Welt mehr als gerecht, nach weniger als 20 Minuten entschied Ovtcharov die Partie in drei Sätzen und brachte den TTC wieder in Führung – im anschließenden Duell mit Shinozuka hatte Jonathan Groth also die Chance, das Spiel frühzeitig zu beenden. In einem teilweise hochklassigen, teilweise aber auch fehlerbehaftetem Spiel schenkten sich beide Akteure nichts: Groth sicherte sich die Durchgänge eins und drei jeweils in der Verlängerung mit 13:11, die Sätze zwei und vier gingen aus Fuldaer Sicht jedoch mit 7:11 verloren – und im entscheidenden, fünften Durchgang hatte der erfahrene Japaner im entscheidenden Moment die Nase vorn: Beim Stand von 7:7 holte Shinozuka drei Punkte in Folge und verwandelte seinen zweiten Matchball. „Wir haben gesehen, dass er immer für zwei Punkte gut ist. Die hat er auch heute wieder gegen uns geholt“, zollte Frauenholz dem Japaner Respekt. Das Doppel musste im Anschluss also die Entscheidung bringen – und hier lieferten Ovtcharov und Meng ab. „Das war heute wirklich spannend“, befand ein erleichterter Maberzeller Präsident abschließend.

 

TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell – ASC Grünwettersbach 3:2

Jonathan Groth – Tobias Hippler 3:1 (11:7, 11:7, 11:13, 11:9)

Fanbo Meng – Hiroto Shinozuka 1:3 (8:11, 10:12, 11:8, 9:11)

Pause

Dimitrij Ovtcharov – Damian Floro 3:0 (11:5, 11:9, 11:3)

Jonathan Groth - Hiroto Shinozuka 2:3 (13:11, 7:11, 13:11, 7:11, 8:11)

Doppel: Ovtcharov/Meng - Hippler/Floro 3:0 (11:9, 12:10, 11:5)

Bundesliga: Maberzell - Grünwettersbach. Teil 1. Fotos: Manfred Völler