Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, betonte die herausragende Rolle der Bildung für Veränderungen in der Welt. Besonders der Aspekt der Lehre sei dabei bedeutungsvoll. „Die enge Verzahnung zwischen den Hochschulen und Universitäten, den Bildungs- und Forschungsbereich, der angewandten Wissenschaft und der Wirtschaft bleiben eine Schlüsselaufgabe, um Wissen zum Technologietransfer erfolgreich zu fördern und praxisorientierte Impulse zu geben.“ Somit seien Hochschulen ein zentrales Fundament der Wirtschaft, weswegen ihre Stärkung eine wichtige Aufgabe sei. „Wir müssen aus unserer Forschungsstärke aber auch konkrete Anwendung, konkrete Nutzung und wieder mehr Wirtschaftsoffener werden“, forderte er. Die Bundesregierung habe dafür zahlreiche Projekte, die diesen Wandel voranbringen sollen. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser Land und, dass Europa im globalen Wettbewerb bestehen können. Spitzenforschung, exzellente Lehre und der Wissenstransfer sind wirklich zentral und entscheidend für unsere Welt“, resümierte er.
„Fulda steht mit der Hochschule für die Verbindung von regionaler Verwurzelung und europäischer Perspektive“, erklärte Karin Müller, Staatssekretärin beim Hessischen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung. Durch aktuelle tiefgreifende Veränderungen und multiple Krisen sei es wichtig, Innovationen umzusetzen, womit auch ein gewisser Zeitdruck im Hinblick auf internationale Konkurrenz einhergehe. „Wenn Europa bestehen will, muss es seine Wettbewerbsfähigkeit auf Basis von Wissen, Technologie und Innovation sichern und aufbauen.“ Auch vor dem Hintergrund angespannter Haushaltslagen fordere sie verlässliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen: „Forschungspolitik ist für uns kein Randthema, da es die zentralen Fragen unserer Zeit berührt, denn Forschungspolitik ist Wettbewerb-, Sicherheits- und Standportpolitik.“
„Wir freuen uns, die BundesDekaneKonferenz erstmals in Fulda stattfinden lassen zu können“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld die Gäste. Besonders würdigte er die internationalen Anwesenden, unter welchen die Vernetzung mit Fulda auf Grund von Fuldas Geschichte und die damit einhergehende tiefe Verwurzelung in Europa besonders wichtig seien. So wünschte er ihnen „wunderbare Tage in Fulda und die Zeit, sich tiefergehend auszutauschen.“
Der Präsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Karim Khakzar, stellte heraus, dass das Thema „Lernen aus europäischen Erfahrungen“ das Ziel beinhalte, „den europäischen Gedanken und die Einheit voranzubringen“ – was besonders im Hinblick auf die aktuellen geopolitischen Herausforderungen essenziell sei. Die Hochschule Fulda habe mit rund 1700 Studierenden im Wirtschaftsbereich einen starken Fokus auf diesen Zweig, wobei auch ein starker internationaler Fokus gesetzt werden würde. So wünschte Khakzar „gute und fruchtbare Gespräche und, dass sie aus den persönlichen Kontakten viel mitnehmen können“.
Der Vorsitzende der BundesDekaneKonferenz, Prof. Dr. Michael Feucht, betonte, dass der Austausch über die Grenzen der Bundesländer, aber auch der europäischen Länder hinweg, fundamental sei. So freue er sich auf die kommenden Tage, verfolge dabei jedoch vor allem das Ziel, Möglichkeiten zu finden, den Gründergeist in den Studierenden voranzutreiben, sodass sie ihre „kreativen Potentiale ausleben, Entwickeln und Gründen können.“
Zum Abschluss sprach Dekan des Fachbereichs Wirtschaft, Prof. Dr. Tobias Knedlik über das Privileg der Freiheit von Forschung und Lehre in Deutschland. Bei einem Blick auf Länder wie die USA oder Ungarn werde ihm bewusst, dass diese Freiheit in Deutschland oft als selbstverständlich hingenommen werden würde und dankte in diesem Zusammenhang der Politik, die dieses Privileg tagtäglich aufrechterhalten würde.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von Benedikt Fröhlich am Klavier und Niklas Schuhmacher am Bass begleitet.
