Bibliotheksleiterin Dr. Alessandra Sorbello Staub begrüßte die Teilnehmenden und erinnerte in ihrer Einführung an die Bedeutung des Aktionstages, der seit 1995 jährlich auf die vielfältigen Aufgaben und Angebote der Bibliotheken aufmerksam macht. „Bibliotheken sind nicht nur Orte des Wissens, sondern auch Bewahrer kultureller Identität. Unsere Gesangbuchsammlung ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel“, betonte sie.
Gemeinsam mit Diplombibliothekarin Stefanie Bagus, die die Sammlung seit den letzten Jahren fachbibliothekarisch betreut, erläuterte sie anschaulich die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Gesangbuchs vom 16. bis ins 20. Jahrhundert. Besonderes Interesse galt dabei den kunstvoll gestalteten Einbänden, den handschriftlichen Widmungen und den typografischen Eigenheiten der frühen Drucke. Einige der gezeigten Exemplare stammen aus dem 16. Jahrhundert und dokumentieren eindrucksvoll die enge Verbindung von Frömmigkeit, Musik und Buchkunst. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Fuldaer Gesangbücher und des Bonifatiusliedes. Mit dieser Veranstaltung unterstrich die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars einmal mehr ihre Rolle als lebendiger Kulturort und als Bewahrerin wertvoller Zeugnisse unserer Vergangenheit.
Hintergrund: Der Tag der Bibliotheken wurde 1995 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen. Er soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Leistungen der Bibliotheken lenken und das Lesen sowie den freien Zugang zu Wissen und Kultur fördern.
