Die Derbys gegen Wächterbach versprechen immer eins, „heiße Duelle und eine gut besetzte Halle“, erinnert sich Thorsten Seng, sportlicher Leiter in Flieden. Bereits in der Vergangenheit lieferten sich beide Mannschaften spannende Spiele. Beide Teams sind ohne Niederlage gestartet. Wächtersbach feierte schon vier Siege und steht an der Tabellenspitze, Flieden jubelte bislang nur zwei Mal. „Der erste Spieltag musste verlegt werden, dass stand aber schon frühzeitig fest. Der dritte Spieltag mussten wir durch viele verletzte Spieler und Urlauber verlegen“, erklärt Fliedens Schlussmann Marius Reich. Das letzte Pflichtspiel absolvierte Flieden vor zwei Wochen, seitdem wurde im Königreich fleißig trainiert. „Wir haben die letzten Wochen gut trainiert. Man merkt, dass die Jungs heiß sind“, gibt sich Reich angriffslustig vor dem Derby.
In der Spielklasse Offenbach-Hanau erwarten den TVF nicht viele Derbys, daher freuen sich sowohl Spieler als auch Vereinsverantwortliche, aber auch neutrale Handball-Fans über die Begegnung in der Großsporthalle. Seng geht von knapp 300 bis 350 Zuschauer aus, die die Halle zum Beben bringen werden. „Wir haben im Schnitt bis zu 250 Zuschauer. Auch Wächtersbach wird einige mitbringen – es wird ein absolutes Fest“, freut sich der sportliche Leiter. Um den Derby-Kracher am Samstagabend steigt außerdem ein schönes Rahmenprogramm. Dabei erwartet die Zuschauer Handball pur. Um 13.45 Uhr spielt erst die Zweitvertretung der Damen, zwei Stunden später dann die Reserve der Herren. Torwart Marius Reich fokussiert sich aber voll und ganz auf das eigene Spiel. „Wir wollen unser Spiel über eine schnelle Mitte und zweite Welle machen“, erklärt er die Marschroute. Dabei möchten die Hausherren besonders über eine gute Abwehr ins Spiel finden.
In einem sind sich Reich und Seng allerdings einig. „Es wird schwer zu gewinnen“, betonen beide unisono. Wächtersbach habe sich mit dem ein oder anderen Spieler aus Gelnhausen verstärkt. Doch davon will sich im Königreich keiner beeinflussen lassen. Etwas, was die Gäste nicht haben, sind lautstarke Fans, die Flieden über die gesamte Spielzeit unterstützen und anfeuern. „Die Stimmung in Flieden ist schon immer außergewöhnlich gewesen. Die Heimspiele machen am meisten Spaß“, freut sich Reich.
Nachdem Flieden die vergangene Saison auf Tabellenplatz drei beendet hat, möchten die Verantwortlichen die starke Form auch in diesem Jahr bestätigen. „Es war zwar nicht geplant, es sollte aber nicht schlechter werden“, nimmt Thorsten Seng die Mannschaft in die Pflicht, bremst aber auch die entstandene Euphorie – vor allem, weil einige bereits vom Aufstieg sprechen: „Davon zu sprechen ist noch zu früh“.
