„Das ist ein besonderer Moment für alle in Fulda. In dieses Projekt wurde in den letzten Jahren viel Herzblut, Engagement und Geduld investiert“, begann Fuldas Bürgermeister und warf einen Blick zurück: „1957 wurde das Stadion eröffnet, was damals 729.000 D-Mark gekostet hat. Das würden wir uns heute wünschen“, schmunzelte Wehner. 1963 folgte dann die Haupttribüne, 1998 kam das Flutlicht hinzu. Knapp 20 Jahre später wurden außerdem Rasen, Bewässerungsanlage und die Laufbahn erneuert – und den Verantwortlichen war schnell klar, dass es nicht bei der eigentlichen Sanierung bleiben sollte. „Es ist ja eher ein Neubau, als eine Sanierung“, betonte Wehner. Dass die Modernisierungsarbeiten deutlich umfangreicher ausfallen würden, sei in den Planungen schnell klar gewesen.
Im Rahmen einer Ausschreibung erhielten „Schöne Aussichten Landschaftsarchitektur“ in Kassel unter der Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Martin Blank sowie „Staubach + Partner“ aus Fulda unter der Leitung von Inhaber Andreas Staubach den Zuschlag für den ersten Bauabschnitt. 2021 gingen die Bauarbeiten an der Nordtribüne des Stadions los, die Kosten belaufen sich insgesamt auf 19 Millionen Euro, das Land Hessen steuert eine Million Euro dazu bei. „Es war eine herausfordernde Bauphase“, gestand Dag Wehner: „Wir hatten erst mit Corona und später mit dem Krieg in der Ukraine zu kämpfen.“ Dennoch wurde nun, etwa vier Jahre später, der erste Meilenstein mit der Einweihung des ersten Abschnittes erreicht – und es geht natürlich noch weiter: „Wir sind noch lange nicht am Ende“, betonte Fuldas Bürgermeister: „Im nächsten Abschnitt, der jetzt schon in den kommenden Wochen startet, wird die Haupttribüne saniert.“ Für diesen zweiten Bauabschnitt liegen die Schätzungen aktuell bei 11,5 Millionen Euro, der Anbau beziehungsweise die Sanierung des Funktionsgebäudes nimmt dabei mit 7,4 Millionen Euro den größten Teil ein. Wenn die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind, sollen dann 10.000 Zuschauer im Stadion Platz finden - nach der Fertigstellung des ersten Abschnittes sind es nun 8500, wie Andreas Staubach erklärte.
Dag Wehner betonte außerdem, dass das Fuldaer Stadion nicht ausschließlich den Fußballern der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz als Heimat diene. „Von dem Umbau sollen Breiten-, Schul- und Spitzensport gleichermaßen profitieren. Und auch im Rahmen des Hessentages werden im nächsten Jahr einige Veranstaltungen hier stattfinden“, blickte Wehner voraus und bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten – insbesondere bei den Vereinen, die durch die Umbaumaßnahmen nicht zuletzt mit einigen Einschränkungen rechnen müssen. „Sie haben mit ihrer Geduld in jeglicher Situation zum Gelingen dieses Projektes beigetragen und hauchen dem Stadion Leben ein. Aber natürlich danken wir auch den Planungsbüros sowie allen beteiligten Ämtern, den Bauunternehmen und allen Unterstützern.
