Lokales MKK 11.10.2025

Bergwinkel-Delegation bei Bundestagung – Möller referiert

Schlüchtern/Rostock (pm/pf) – Unter dem Titel „Sozial – Produktiv – Grün: Quartiere gut gemacht“ fand der diesjährige 18. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik mit rund 1000 Teilnehmenden in der StadtHalle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock statt. Mit dabei eine starke Delegation aus dem Bergwinkel.

Mit den beiden parteilosen Bürgermeistern Matthias Möller und Christian Zimmermann (Dritter und Zweiter von rechts) an der Spitze nahm eine größere Delegation aus dem Bergwinkel an dem Bundeskongress in Rostock teil. Foto: Stadt Schlüchtern

Angeführt wurde diese von den beiden parteilosen Bürgermeistern Matthias Möller (Schlüchtern) und Christian Zimmermann (Steinau). In ihrem Team waren jeweils wichtige Mitarbeiter aus den beiden Stadtverwaltungen, so aus Steinau Horst Schmidt (Hauptamtsleiter) und Holger Stoppel (Bauamtsleiter), aus Schlüchtern Thomas Rau (Abteilungsleiter Liegenschaften) und Marc Philipp Schmidt (Prokurist Stadtentwicklungsgesellschaft). 

Die jährlichen Bundeskongresse sind das zentrale Forum für Stadtentwicklungspolitik in Deutschland. Seit deren Entstehung im Jahr 2007 haben sie sich zu einem ihrer wichtigsten Bausteine entwickelt. Das Forum der Stadtentwicklungspolitik fand bereits zum 18. Mal statt. Es wurde gemeinsam von der Bauministerkonferenz der Länder, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Bund ausgerichtet. In diesem Jahr beschäftigte sich das Treffen mit der Weiterentwicklung der Quartiere. Mehr als 1000 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Verbänden aus dem In- und Ausland kamen zum Austausch zusammen, brachten neue Ideen und Perspektiven mit.

Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch Verena Hubertz (SPD), Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, sowie Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD). Hubertz betonte den Leitgedanken des Treffens, den städtischen Alltagsraum zu verbessern und lebenswerter zu gestalten. Gute Quartiere, in denen die Menschen sich wohlfühlten, förderten gesunde Nachbarschaften und stärkten das Gemeinschaftsgefühl.

Auch in diesem Jahr war wieder eine Auswahl an renommierten Fachleuten sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft vor Ort, die mit ihren interessanten Vorträgen oder Beiträgen in den Panels gemeinsam mit den Gästen maßgeblich zur Qualität des Bundeskongresses beitrugen.

Mit dabei auf dem Podium war auch Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller. Er referierte zu dem Thema „Best Practice Stadtentwicklung“. Der Bürgermeister berichtete eindrucksvoll, wie aus dem leerstehenden Kaufhaus Langer durch geschicktes Agieren neues Leben auf ein zentral gelegenes Areal in eine sich verändernde Stadt gebracht wurde. Die Entwicklung dieses Vorzeigeprojekts werde von vielen Interessierten überregional beobachtet, merkte er an.

Wichtig sei in Zeiten verschlechterter finanzieller Rahmenbedingungen die Akquirierung öffentlicher Mittel. Schlüchtern tue dies, indem die Kommune Anträge zur Aufnahme in die Förderprogramme „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ gestellt habe. Wichtig sei zudem, bei allen Projekten die Bevölkerung aktiv zu beteiligen, was im Bergwinkel beispielsweise mit den Bürgerforen „Frag doch mal die Stadt“ geschehe.

Möller zog abschließend ein positives Fazit des Bundeskongresses. Dieser habe ein erstaunlich großes Interesse hervorgerufen und zu einem intensiven Austausch zwischen den Teilnehmern geführt. Er sieht sich damit auf seinem Weg bestätigt, regional mit Steinau und Sinntal intensiver zusammenzuarbeiten. Ziel müsse es sein, neue strategische Wege in der Kooperation der Verwaltungen zu beschreiten, beispielsweise auch beim Personal.

Und Kollege Zimmermann aus Steinau ergänzte: „Die Stadt Steinau informiert sich über die Möglichkeit der eigenen Stadtentwicklung und ist dankbar für die Unterstützung aus Schlüchtern.“