Plan der vier jungen Männer am Samstag war, von Vent auf die Ötztaler Wildspitze aufzusteigen und dort zu biwakieren. Sie starteten um 9 Uhr und stiegen über die Breslauer Hütte und den Klettersteig auf den Gletscher des Taschachferners, der sich bis kurz vor die mit 3768 Meter hohe Wildspitze erstreckt, auf. Gegen 21 Uhr und bei Minusgraden stellten die Hessen jedoch auf 3400 Metern Höhe fest, dass sie ihr Ziel nicht mehr erreichen können und es zu kalt für eine Übernachtung dort, wo sie sich gerade befanden, war. Sie riefen die Bergrettung, die den Rettungshubschrauber aus Reutte, das am anderen Ende Tirols nahe der deutschen Grenze liegt, schickte, da dieser auch nachts fliegen kann. Unter durch Höhe und Dunkelheit schweren Bedingungen gelang es der Crew, die vier jungen Männer einzusammeln und ins Tal zu bringen. Der Chef der Söldener Bergrettung kritisierte gegenüber Ippen.Media die Tourplanung der Hessen, die zu spät gestartet und nicht für ein winterliches Biwak ausgerüstet gewesen seien.
