Passend zum Oktoberfest in Johannesberg treffen zwei alte Bekannte aufeinander. Von 2022 bis 2023 war Tafolli als Spielertrainer bei Frischauf Fulda tätig, ehe er, zur Überraschung der Verantwortlichen, zurücktrat. Daran erinnert sich auch Gäste-Trainer Cenk Er. „Viele der Jungs kennen und mögen Besfort nach wie vor“, erklärt Er. Auch die beiden Trainer kennen und verstehen sich gut. Für 90 Minuten ruht die Freundschaft aber. „Was auf dem Platz passiert, bleibt auf dem Platz“, sagt Cenk Er. Beide Trainer waren in der Vergangenheit auf den Plätzen des jeweils anderen, daher weiß der Gäste-Trainer, was auf ihn zukommt. „Sie sind schon eher die ballführende Mannschaft“, erläutert Cenk Er. Dies spiele Frischauf allerdings in die Karten. „Wir lassen den Gegner immer erstmal kommen. Wenn sie viel Ballbesitz haben, können wir unsere Stärken ausspielen“. Aufgrund des Oktoberfests hofft der Gäste-Coach auf eine gute Kulisse. „Das wird ein besonderes Spiel, für beide Seiten. Die Jungs sind heiß“. Personell sieht es bei den Gästen aktuell etwas überschaubar aus. „Wir haben momentan leider viele Verletzte. Auch ich habe mich im letzten Spiel verletzt“, bedauert Cenk Er, der dennoch zuversichtlich ist: „Die Spieler, die da sind, haben mein vollstes Vertrauen“.
„Möge der bessere gewinnen“, sagt Gegenüber Tafolli zum Samstagspiel. Der Coach erhofft sich eine ordentliche Kulisse auf dem Oktoberfest und ist sich sicher, dass auf die Zuschauer ein spannendes Spiel wartet. „Es wird richtig zur Sache gehen. Wir wollen da nichts schenken“, so der Trainer. Für Tafolli ist es eine besondere Begegnung. Ein Jahr lang war er Trainer bei Frischauf, ehe es ihn erst nach Niesig und später zur SG Johannesberg/Borussia Fulda II zog. Trotz seines Rücktritts gibt es kein böses Blut zwischen dem Trainer, Spielern und den Vereinsverantwortlichen. „Danach sitzen wir zusammen und trinken etwas. Nach den 90 Minuten wünscht man sich dann auch alles Gute“, hebt er hervor. Dass es gegen seinen Freund Cenk Er alles andere als einfach wird, weiß Tafolli: An einem spielfreien Wochenende war er selbst auf dem Sportgelände von Frischauf zu Gast. „Sie stehen nicht umsonst da oben. Hinten stehen sie gut und machen es clever.“ Mit derzeit 16 Gegentoren stellt Frischauf die drittbeste Defensive der Liga. Nur Eichenzell II (acht Gegentore) und Johannesberg/Borussia II (zwölf Gegentore) selbst stehen defensiv stabiler. „Ich bin voll motiviert. Dafür spielt man Fußball“, so Tafolli abschließend.
Die Spiele in der Übersicht:
Samstag
13 Uhr
Horas II – Haimbacher SV II
TV Neuhof II – Petersberg II
16 Uhr
Johannesberg/Borussia Fulda II – Frischauf Fulda (in Johannesberg)
Sonntag
12.30 Uhr
Germania Fulda II – FT Fulda II
15 Uhr
Blau-Gelb Fulda – Eichenzell II
Neuenberg – Aschenberg United
Hauswurz – Bimbach II
