„Stiftungen sind tendenziell immer auf einen unendlichen Zeitraum angelegt, deutschlandweit sind aber nur wenige hunderte älter als antonius : gemeinsam Mensch“, erklärte Gies. Sowohl in Hessen als auch deutschlandweit würde die Zahl der Stiftungen zunehmen, dadurch, dass seit der Gründung der Bundesrepublik Vermögen aufgebaut wurden, welche in langfristige Projekte gesteckt werden. Durch die Spezialisierung auf das Themengebiet der Inklusion sei es das Ziel von antonius, „Menschen mit Behinderungen eine vollständige Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und dabei ein selbstbestimmtes Leben zu gewährleisten“, so Gies.
Gegründet wurde die Stiftung 1902 von Maria Rang, was für die damalige Zeit eine ungewöhnliche Tat gewesen sei, besonders für eine Frau. Mit Unterstützung des damaligen Bischofs und des Oberbürgermeisters sei so eine Institution entstanden, bei der sich anfangs die Vinzentinerinnen tatkräftig um die Schul- und Ausbildung der Menschen gekümmert hätten. Während das Gelände damals noch außerhalb der Stadt gelegen habe, ist es heute umarmt von Stadtteilen und es entstanden immer neue Bereiche. „Die Botschaft, die wir daraus ziehen, ist, dass wenn es so Menschen wir Maria Rang nicht geben würde, viele solcher Initiativen nicht zum Blühen kommen könnten. Stiftungen sind also immer Herzensangelegenheiten und damit essentiell“, betonen Jordan und Gies.
