Lokales FD 02.10.2025

antonius feiert Tag der Stiftungen – „Sind Herzensangelegenheiten“

Fulda (pn) – Als eine von 63 Stiftungen in Fulda erinnerte sich die Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch im Rahmen des Tags der Stiftungen an ihre Anfänge und an die gesellschaftliche Bedeutung dieser Initiativen heutzutage. „Stiftungen werden da notwendig, wo der Staat aufhört: Sie können sich Projekten kompetent und zeitnah widmen und dabei Konzepte entwickeln und agieren, während der Staat in langwierige Gesetzgebungsverfahren verwickelt ist“, berichteten Kommunikationsleiter Alexander Gies und Aylin Jordan.

Foto: Paula Nöllenheidt.

„Stiftungen sind tendenziell immer auf einen unendlichen Zeitraum angelegt, deutschlandweit sind aber nur wenige hunderte älter als antonius : gemeinsam Mensch“, erklärte Gies. Sowohl in Hessen als auch deutschlandweit würde die Zahl der Stiftungen zunehmen, dadurch, dass seit der Gründung der Bundesrepublik Vermögen aufgebaut wurden, welche in langfristige Projekte gesteckt werden. Durch die Spezialisierung auf das Themengebiet der Inklusion sei es das Ziel von antonius, „Menschen mit Behinderungen eine vollständige Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und dabei ein selbstbestimmtes Leben zu gewährleisten“, so Gies.

Gegründet wurde die Stiftung 1902 von Maria Rang, was für die damalige Zeit eine ungewöhnliche Tat gewesen sei, besonders für eine Frau. Mit Unterstützung des damaligen Bischofs und des Oberbürgermeisters sei so eine Institution entstanden, bei der sich anfangs die Vinzentinerinnen tatkräftig um die Schul- und Ausbildung der Menschen gekümmert hätten. Während das Gelände damals noch außerhalb der Stadt gelegen habe, ist es heute umarmt von Stadtteilen und es entstanden immer neue Bereiche. „Die Botschaft, die wir daraus ziehen, ist, dass wenn es so Menschen wir Maria Rang nicht geben würde, viele solcher Initiativen nicht zum Blühen kommen könnten. Stiftungen sind also immer Herzensangelegenheiten und damit essentiell“, betonen Jordan und Gies.