Nullnummern kann der TSV nicht. In bisher allen 16 Spielen, 15 in der Liga und eins im Pokal, fiel mindestens ein Tor. Nur dreimal verließ der Türkische SV dabei den Platz als Verlierer und musste sich ebenso oft die Punkte teilen. Kücükler zeigte sich zu Beginn der Saison noch nicht zufrieden mit der Leistung und Einstellung seines Teams. Mittlerweile ist der Coach hellauf begeistert, und das, obwohl der TSV zehn Neuzugänge in dieser Saison verpflichtet hatte und sich erstmal finden musste. „Der Fußball, den wir gerade spielen, gefällt mir sehr gut. Ich will von den Jungs die Willenskraft sehen, dominanten Fußball zu spielen, die Läufe zu machen, die Tore zu schießen und die Zweikämpfe anzunehmen“, sagt Kücükler.
Und genau diese Einstellung stimme bei den Fuldaern, was besonders die jüngsten Ergebnisse zeigen. In den vergangenen vier Spielen in der A-Liga West erzielte der Türkische SV jeweils mindestens vier eigene Treffer. Gegen Oberrode Ende September waren es sogar sechs, in Bronnzell wenige Tage danach gar acht. So erzielte Kücüklers Team in vier Spielen 22 Treffer, kassierte im Gegenzug sechs. Der Grund für diese Resultate sei die Niederlage bei Freiensteinau II vor drei Wochen gewesen: Mit 5:6 musste sich der TSV geschlagen geben, danach startete das Team einen Lauf. „Wir haben daraus gelernt. Anfangs kannte ich die Liga nicht. Jetzt haben wir uns an die Liga gewöhnt“, erklärt der Coach, der die Marschroute für die restlichen Spiele in diesem Jahr vorgibt: „Wir wollen uns oben festsetzen und so viele Punkte wie möglich holen“. Dass es als Primus nicht immer einfach ist, weiß auch Kücükler. „Wir gehen in jedes Spiel rein und wollen es gewinnen, aber wissen, dass wir konzentriert bleiben müssen“.
Die Meisterschaft könnten, wonach es aktuell aussieht, wohl der Türkische SV sowie Absteiger Bimbach und Sickels II unter sich ausmachen. Aber auch Vogelsberg II wirft Kücükler in den Ring. „Wir müssen in der Liga alles geben. Keiner darf halbgar spielen“, so der Trainer. Aktuell klagt der TSV von einigen Verletzungen von Stammspielern. Neben dem Trainer-Cousin Ibrahim Kücükler fehlen noch Adrian Happe und Maximilian Schlotzhauer. Happe, derzeit mit zehn Treffern zweitbeste Torschütze bei dem TSV, wird in Kürze wieder zu Mannschaft zurückkehren. Ganz zur Freude des Trainers: „Mein Ziel war es, eine Mannschaft zu formen. Da sind wir auf einem guten Weg“. Das 4:1 gegen Lauterbach bestätigte dies zuletzt. Jetzt hat der TSV erstmal spielfrei, ehe es nach Landenhausen geht. Und die SGL machte jüngst mit einem 9:0 in Kleinlüder Schlagzeilen.
