„Wir haben noch ein bisschen was gut zu machen“, sagt Distelrasen-Trainer Christoph Jöckel und erinnert an die knappe Niederlage am ersten Spieltag zuhause gegen Schweben: Mit 2:3 musste sich die SGD geschlagen geben. Nun, zwölf Spieltage später, treffen die beiden Meisterschaftskandidaten erneut aufeinander. „Es wird ein absolutes Spitzenspiel“, erwartet Jöckel. Doch Distelrasen reist mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Verfolger. Mit 38 Punkten steht Jöckels Team an der Tabellenspitze, erzielte in 15 Spielen sage und schreibe 62 Tore und stellt mit nur 16 Gegentoren obendrein die beste Defensive – eine absolute Hausnummer. Die besten Torschützen Cedric Dietz (14 Tore) und Franz Lotz (13 Tore) stehen beide in den Top Fünf der Torjägerliste. „Wir haben schon Selbstvertrauen, aber auch Respekt. Schweben ist eine sehr gute Mannschaft“, gibt sich Jöckel demütig: „Sie versuchen über ihr gutes Zentrum den Ball auf die Außen zu bekommen. Sie sind fußballerisch sehr stark und spielen nicht einfach blind nach vorne“. Die Tagesform entscheide über den Ausgang der Begegnung: „Es wird eine harte Nuss“. Fehlen wird dem SGD-Coach der nach wie vor verletzte Phillipp Lenkersdörfer, dazu ist Abwehrkante Johannes Richter fraglich.
Aktuell hat die Dreierspielgemeinschaft bei einem weniger absolvierten Spiel einen Punkt Vorsprung auf den Verfolger – allerdings könnten zwei weitere Punkte dazukommen: Die SG Rommerz gastierte am 17. Oktober zum Flutlichtspiel in Hintersteinau und setzte dabei Leon Smolka ein, der zwar spielberechtigt war, allerdings nicht auf dem elektronischen Spielberichtsbogen auftauchte. Auch eine spätere Meldung durch die SGR ging beim Schiedsrichter nicht ein. „Wenn man im Nachhinein noch zum Schiedsrichter geht, wäre wahrscheinlich nichts passiert“, mutmaßt Jöckel, betont aber auch, dass eine finale Entscheidung noch aussteht.
Jöckels Gegenüber, SVS-Trainer Andreas Weigand, erwartet für das Spitzenspiel eine ausgeglichene, kampfbetonte Begegnung auf Augenhöhe – ähnlich wie bereits im Hinspiel. „Das war ein wirklich gutes Niveau“, erinnert sich Weigand, der den Tabellenführer vor dem Topspiel lobt. „Sie haben immer viele junge Spieler und eine sehr gute Mischung. Sie sind eine sehr gute und gereifte Mannschaft“. Technisch und taktisch habe sich Distelrasen nach der Übernahme von Jöckel weiterentwickelt, insbesondere vor den schnellen Spielern der Gäste warnt Weigand. „Wenn wir da zu weit aufrücken, ist die Gefahr, dass wir Räume freimachen“, erklärt der Coach. Im Hinspiel habe sein Team gut dagegen gehalten und die Angriffe über die meiste Zeit im Griff gehabt – das fordert Weigand nun auch vor heimischer Kulisse. „Wir sind offensiv auch gut besetzt und machen unser Ding.“
A-Liga Süd
Freitag
19 Uhr
TV Neuhof – Rommerz
Sonntag
14.30 Uhr
Niederzell – Höf und Haid
Schweben – Distelrasen
Marborn – Oberkalbach
Herolz – Sinngrund
Rommerz – Huttengrund II
Mottgers/Schwarzenfels – Gundhelm/Hutten II (in Mottgers)
Marjoß/Mernes – Sterbfritz/Sannerz (in Marjoß)
TV Neuhof – Neuhof II/Hattenhof
