Die Entwicklung der Gemeinde Neuhof nahm im Gewerbegebiet so drastisch zu, dass es notwendig war, dem Mehrabfluss durch die Versiegelung entgegenzuwirken, „um die Gewässer ein wenig zu entlasten“, erklärte Armin Uhrig, Planer des Beckens und Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Müller in Schöneck. Das Becken biete eine unversiegelte Fläche direkt im Boden. Dies trage zur Grundwasserneubildung bei, hilft bei der Hochwasserprävention und entlastet die Kanalisation. Bei Überflutung wird das Regenwasser durch ein unterirdisches Grabensystem von sechs Schächten abgeleitet. Das Speichervolumen beträgt 660 Kubikmeter „Wir haben sehr naturnahe gebaut“, betonte Uhrig. So könne es vorkommen, dass sich die eine oder andere Pflanzenart am Becken ausbreite. Das Regenrückhaltebecken wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet. Insgesamt dauerte das Bauvorhaben drei Monate und kostete mit Außenanlage, Kanalarbeiten und vielem mehr etwa 980.000 Euro. Für den Ausbau des Beckens war die Firma Giebel aus Eiterfeld zuständig. Bis zum Jahresende soll noch ein Doppelstabzaun für die Sicherheit errichtet werden.
