Und nicht nur das macht die Weyherser Kirmes in weitem Umkreis fast einzigartig. Nur der gewählte Plon-König, in diesem Jahr Felix Müller aus Oberrod, darf sich beim Dreireihentanz seine Königin aussuchen. Die restlichen Paare – wie Müller bestätigte, sind es insgesamt 18 bei der 79. Kirmes nach dem Zweiten Weltkrieg – werden von den Plonburschen per Los gezogen, garniert mit einem flotten Spruch vom Plonvater. Und wie es sich für so eine lange Tradition gehört, wird auch weiter hauptsächlich am vor rund 350 Jahren von Heinrich von Bibra festgelegten, damals einzigen Kirmeswochenende für die gesamte Diözese, am ersten Novemberwochenende nach Allerheiligen gefeiert.
Damals ging es darum, dass es dem Fürstbischof nicht gefiel, dass jede Woche irgendwo anders gefeiert werden konnte. Das schafft Weyhers jetzt sogar in einem Dorf mit Stimmung über drei Wochenenden: Wer dabei sein will, hat dazu nächsten Sonntag, 9. November, ab 14 Uhr beim Dreireihentanz auf dem Kirchplatz Gelegenheit dazu. Wie beim Baumaufstellen gibt es dort auch wieder die traditionelle Kirmeswurst, bevor mit dem Musikverein Weyhers-Schmalnau in der Festhalle am Sportplatz gefeiert wird. Schon am Freitag geht es los mit der Livemusik von der Partyband KULT KLUB aus Fulda. Und sonntags spielt „DER IFTSCHE“. Am Montag heißt es dann „Fette Hits und alte Schinken – Stimmung bis zum Abwinken“ mit den „Feten-Buben & Sarah“. Erst mit der Nachkirmes am Freitag, 14. November, wird die Kirmes ihr Ende finden – hier spielt dann KALBEAT.
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