„Die Lifte sind bereits abgeschmiert, die Pisten gemulcht und die Schneekanonen in Stellung gebracht“, berichtet Florian Heitmann, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe: „Allerdings sind auch der Rhönbob und der Hexenbesen noch bis Ende der Woche in Betrieb, danach dann nur noch bei schönem Wetter.“ Darüber hinaus werde das Förderband Zauberteppich nach langer Zeit ausgetauscht, außerdem wurde eine neue Pistenraupe angeschafft. „Nach 20 Jahren ist es zunehmend schwer, Ersatzteile zu beschaffen. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, den Zauberteppich auszutauschen“, erläutert Heitmann.
Für den Betriebsleiter und sein Team kann die Skisaison also kommen – allerdings schwebt auch über der Wasserkuppe wie in jedem Jahr die Ungewissheit über die äußeren Bedingungen. „Wir gehen natürlich mit Optimismus in die Saison, so wie immer. Letztes Jahr waren die Bedingungen gut, auch wenn wir wenig Naturschnee hatten. Vielleicht haben wir ja in diesem Jahr Glück, aber letztendlich kann man es sich ja nicht aussuchen.“ Durch die vorhandenen Schneekanonen blickt Heitmann jedoch positiv auf die anstehenden Monate, ein festes Öffnungsdatum gebe es allerdings noch nicht. Die Preise hätten Heitmann und sein Team in diesem Jahr etwas anheben müssen, jedoch auf moderatem Niveau: „Die Tageskarte für Erwachsene steigt von 23 auf 24 Euro, die Tageskarte für Kinder bleibt aber unverändert bei 18 Euro.“
Ebenfalls mitten in den Vorbereitungen steckt das Team vom Ski-Club Hanau, der das Skizentrum am Simmelsberg südlich von Gersfeld betreibt – dort hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht allzu viel geändert, auch die Preise seien gleich geblieben, wie Patrick Rother erklärt: „Wir hatten ja im Vorjahr schon leicht erhöht, wollen das alles aber gerade im Hinblick auf die Familien bezahlbar lassen.“ Neu sei am Simmelsberg im Vergleich zu 2024 die Überdachung der Terrasse, „damit die Besucher beim Après-Ski-Feiern im trockenen stehen können.“ Ansonsten haben Rother und sein Team aus ehrenamtlichen Helfern bereits die Pisten mit Hand- und Motorsensen gemäht, und auch darüber hinaus sei in diesem Jahr alles auf dem neuesten Stand. „Jetzt wäre es natürlich schön, auch Schnee zu bekommen“, hofft Rother auf gute Bedingungen: „Vor zwei Wochen hatten wir ja schon den ersten Schnee, wenn auch nicht viel. Letztlich haben wir Glück, dass wir das momentan alles aufrechterhalten können, auch dank dem Ehrenamt. Irgendwann muss man sich vielleicht der Realität stellen, aber im Moment geht das noch. Und wir hoffen von Jahr zu Jahr.“
Ähnlich sieht das auch Harald Jörges, der gemeinsam mit seiner Familie und Familie Schneemann den Skilift Zuckerfeld am Fuß der Wasserkuppe bei Obernhausen betreibt. „Natürlich wird es immer schwieriger. Ich habe jetzt erst gelesen, dass in den Alpen ein Skilift abgebaut wurde. Und wenn das selbst dort schon passiert. Aber ohne Optimismus geht es nicht.“ Jörges selbst hat in den 1970ern den Aufbau vieler Skilifte miterlebt, entsprechend erschreckend sei es nun, dass der derzeitige Trend in die andere Richtung gehe. „Vielleicht will man es auch ein Stück weit einfach nicht wahrhaben“, sagt er. Dennoch blickt Jörges positiv voraus, aktuell sei er mit seinem Team mit dem Aufbau beschäftigt. „Wir machen alles TÜV-fertig. Es sind viele Arbeiten zu tun, durch Stillstand geht so eine Anlage ja auch kaputt. Letztendlich will keiner, dass die Lifte stehen. Wir hoffen auf einen guten Winter.“ Die Preise für den Skilift Zuckerfeld bleiben auch in diesem Jahr gleich.
