Bei der Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, handelt es sich um eine für Vögel tödliche Erkrankung. In den vergangenen Wochen waren in Deutschland verschiedene Tiere leblos aufgefunden worden, darunter etwa Kraniche. Auch in einem Geflügelbetrieb in Baden-Württemberg wurde die Krankheit nachgewiesen. Übertragen werden die Viren oft über den Kontakt von Kot. Bei Menschen wurde noch kein Fall von Vogelgrippe nachgewiesen.
Im WirGarten leben aktuell 56 Vögel, berichtet Rieke Trittin von der Stabsstelle Zentrum für Nachhaltigkeit, Gartenkultur und Tierpädagogik in Fulda. Als Geschäftsleiterin des Umweltzentrums ist sie ebenfalls für den WirGarten verantwortlich. Das Team sei in der aktuellen Situation sehr wachsam: „Mit dem Veterinäramt des Landkreises Fulda stehen wir in engen Kontakt. Dadurch können wir die Lage gut einschätzen. Nichtsdestotrotz, die Gefahr einer Ansteckung ist immer gegeben.“ Sollte es zu einem solchen Fall kommen, werde zunächst die Erkrankung der Vogelgrippe zunächst durch ein offizielles Testlabor verifiziert. „Über die dann zu treffenden Maßnahmen entscheidet das zuständige Veterinäramt des Landkreises“, so Trittin.
Wie die Geschäftsleitung erklärt, ist der Betrieb trotz der angespannten Lage nicht eingeschränkt: „Wir haben als Vorsichtsmaßnahme das Geflügel aufgestallt, das heißt die Tiere bleiben in ihren Stallungen und Volieren.“ Eine Ausnahme bilde das Emu als Laufvogel. Die Besucherinnen und Besucher des WirGartens könnten weiterhin die Tiere in ihren Volieren betrachten, gibt Trittin an: „So kann zum Beispiel weiterhin das Putenküken besucht werden, was stetig wächst und gedeiht.“ Das Team sei insgesamt froh, dass das Publikum ein großes Verständnis für die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen aufbringe.
