Wie in den vergangenen Jahren war der Andrang groß. „Der Tag kommt sehr gut an – wir sind wirklich zufrieden“, sagte Fachbereichsleiter Bert Thieme, der für den Übergang von der Grundschule an das Gymnasium verantwortlich ist. Ihm sei besonders wichtig, dass die Kinder schnell spüren, dass sie willkommen sind: „Viele betreten zum ersten Mal ein so großes Schulhaus. Dann sollen sie merken: Ich kann mich hier zurechtfinden, ich darf neugierig sein – und die Schule begrüßt euch genauso wie ihr die Schule.“
In den Fluren herrschte reges Treiben. Zahlreiche Fachschaften stellten ihre Arbeit vor – oft mit Mitmachstationen, die den Beispielunterricht lebendiger machten und den Interessierten anschaulich nähergebracht wurden. In Physik wurde experimentiert, in Biologie durften Präparate unter die Lupe genommen werden und im Robotikraum setzten Schüler kleine Lego-Roboter in Bewegung. Auch die Sprachen waren stark gefragt – besonders das Angebot, Spanisch als zweite Fremdsprache zu wählen, sowie der Englisch-Schwerpunkt ab Jahrgang sieben, bei dem sogar Geschichte oder Erdkunde auf Englisch unterrichtet werden. Dass die Schule weitere Schwerpunkte setzt, zeigte sich an vielen Stellen. Unter anderem stellten sich die Bläserklasse und die Chorklasse vor, während parallel das Sportangebot und Arbeitsgemeinschaften erkundet werden konnten – Robotik, Naturwissenschaften und Kreativangebote ergänzen hier den Unterricht auf vielfältige Weise.
Ein besonderes Augenmerk lag auch auf dem Thema Digitalisierung. Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist die einzige im Fuldaer Raum, die als „Digitale Schule“ ausgezeichnet wurde. Entsprechend präsentierten Lehrkräfte und Schüler die iPad-Klassen, die ab Jahrgang sieben gewählt werden können. „Wir entwickeln diese Angebote ständig weiter – oft auf Basis des Feedbacks der Eltern“, betonte Thieme. Die Kombination aus Englisch-Schwerpunkt und iPad-Klasse werde bewusst flexibel gehalten. Besonders gut kam an, dass viele Führungen von Schülern selbst übernommen wurden. „Das ist einfach authentisch“, meint Thieme. Unterstützung erhielten sie dabei von der engagierten Elternvertretung und der SV, die an vielen Stellen sichtbar waren und Fragen beantworteten.
