Hessen Kassel II, Johannesberg, Flieden, Soden: Mit einer bärenstarken Serie brachte sich der SV Steinbach in Position, diese Highlights und Derbys als Abschlussprogramm vor der Winterpause vor der Brust zu haben. Einiges könnte natürlich auch vom Wetter abhängen, doch zumindest was den Sonntag angeht, sprüht Trainer Petr Paliatka vor Vorfreude. „Wenn es so bleibt, sieht es gut aus. Natürlich liegt der Platz nicht wie im Sommer da, aber wir konnten beispielsweise auch gegen Barockstadt II richtig gut darauf Fußball spielen“. Jene 1:3-Pleite aus dem September war auch die letzte Niederlage der Steinbacher in der Liga, seither gab es sieben Siege, und zuletzt das 0:0 bei Klei/Hun/Doh in Unterzahl. Der SVS liegt damit noch vier Punkte hinter Kassel, doch will sich mit den Löwen nicht in allen Aspekten vergleichen: „Nach 15 Spieltagen lügt die Tabelle nicht mehr. Sie stehen zurecht dort oben. Wir freuen uns natürlich richtig auf solche Spiele, in denen meistens entscheidet, wer die bessere Tagesform hat“, so Paliatka. Was die Gegentore angeht, liegt Steinbach (15) mit dem KSV (14) auf Augenhöhe. Allerdings sind 27 erzielte Tore nur etwas mehr als die Hälfte der Kasseler Ausbeute, die mit Schmeer, Hagemann und Co. schon 49 Mal traf (zuletzt 9:1 gegen Hofbieber). David Brähler fehlt dem SVS rotgesperrt – wie lange, ist noch unklar. Tom Wiegand und Jannis Kehl waren Mitte der Woche etwas kränkelnd, bei ihnen hofft der Trainer noch.
Die SG Bad Soden hat ihre Negativserie mit dem Erfolg in Lehnerz gestoppt, und steht nun vor einer ganz trügerischen Aufgabe: Am Samstag (16 Uhr) kommt der abgeschlagene Tabellenletzte aus Johannesberg. Die Zahlen allein sprechen schon mal für sich – und die Sprudelkicker sind natürlich turmhoher Favorit. Damit gilt es umzugehen: „Grundsätzlich kommt es darauf an, die Chancen, die wir kriegen, zu verwerten. Wir müssen nicht irgendwelche außergewöhnlichen Sachen machen, sondern geduldig, aber auch konsequent sein“, fordert Trainer Lars Schmidt, der einen tiefstehenden Gegner erwartet: „Da muss man sich auch vom Kopf her wieder drauf einstellen, und nicht die Nerven auf dem Platz verlieren“. Das Spiel gegen die SGJ wird am Kunstrasen steigen – zum einen wegen der späten Anstoßzeit, zum anderen habe sich die Thematik mit dem verklebenden Granulat etwas „gelegt“.
In Lehnerz spielten die Sodener 70 „Top-Minuten“, danach ging der Faden auch durch den einen oder anderen Wechsel etwas verloren. „Wir sind etwas nachlässig geworden – das gilt es abzustellen“, warnt Schmidt, und weiß auch, „dass wir nicht jede Woche so ein Feuerwerk abbrennen können. Wir müssen die Stabilität beibehalten“. Im Tor wird es wieder einen Wechsel geben, kündigt Schmidt an: Daniel Duschner wurde vergangene Woche wieder herangeführt, hat aber noch Rückstand nach Reha. „Ferdi Myumyunov wird wieder spielen, das war so abgesprochen“.
Ebenfalls am Samstag spielt die Barockstadt-U23 in Eichenzell (separate Vorschau). Am Sonntag komplettiert das Duell zwischen dem SV Hofbieber und der SG Eiterfeld/Leimbach das osthessische Programm, der SV Flieden ist spielfrei. Hofbieber tritt wiederum arg gebeutelt an – wie schon in der gesamten Hinrunde, doch Ziel sei es, wie schon beim 1:4 am Mittwoch gegen Klei/Hun/Doh einen ordentlichen Auftritt mit Herz hinzulegen, so Trainer Sebastian Vollmar: „Man muss das auch alles richtig einordnen, wenn man die Spiele bewertet“, spricht er die personelle Lage an. Angewiesen ist der SVH auch auf Reserve- oder Jugendspieler. „Aktuell haben wir nichts zu verlieren, egal wie der Gegner heißt“.
Verbandsliga
Samstag
14.30 Uhr
Lichtenauer FV – Calden/Meimbressen
14.45 Uhr
Vellmar – Wolfhagen
15 Uhr
Eichenzell – Barockstadt Fulda-Lehnerz II
16 Uhr
Bad Soden – Johannesberg
Sonntag
14.30 Uhr
TSV Wabern – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach
SV Steinbach – Hessen Kassel II
Hofbieber – Eiterfeld/Leimbach
15 Uhr
Dörnberg – Willingen
