Lichtenau führte früh mit 1:0, als Arcadie Rusu Mitte der ersten Hälfte gegen Johannesbergs Gent Bislimi ins Duell ging. Von außen war schnell erkennbar, dass die Folgen schwerwiegend sein könnten. Bislimi trug eine mehrere Zentimeter große Platzwunde im Gesicht davon, Rusu flog mit Rot vom Platz. Für SGJ-Vereinschef Lothar Plappert, der außen um seinen Spieler bangen musste, ähnelte die Aktion einem „Kung-Fu-Tritt“. Ein Krankenwagen wurde gerufen, der den Johannesberger abtransportierte.
Gäste-Trainer Meik Voll hatte aufgrund diverser Sperren ohnehin nur einen arg ausgedünnten Kader dabei, der allerdings gegen die spielerische Überlegenheit Lichtenaus zunächst kein Mittel fand. Selbst in Unterzahl traf der LFV noch zweimal vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel berappelte sich die SGJ dann etwas mehr, auch von dem Schock zuvor. Niklas Marquardt gelang das 1:3, später erzielte Joker Lukas Schenkel noch das 2:4. Johannesberg gab sich nicht auf, in der Schlussphase rappelte sogar noch zweimal das Aluminium: Roman Sammet war am nächsten am Anschlusstreffer dran, ehe Lichtenau den Deckel drauf machte, weil Keeper Budakova leichtfertig den Ball herschenkte.
Lichtenau: Bantis; Cucu, Orellana, Grosu, Petac, Kugler, Rusu, Graur, Isilak, Vogelsang, Koteliukh (Saedi, Alamri, Grosu, Ludwig).
Johannesberg: Budakova; Kamdem, Fabinho, Schmitt, Katusic, Bislimi (28. Schlotzhauer), Bardhushi, Wolf, N. Marquardt (65. Schenkel), Sammet, Butsch.
Schiedsrichter: Tobias Lecke (Bebra)
Tore: 1:0 Eduard Grosu (14.), 2:0 Alexandru Graur (20.), 3:0 Nestor Raul Orellana (45.+3), 3:1 Niklas Marquardt (47.), 4:1 Nestor Raul Orellana (57.), 4:2 Lukas Schenkel (72.), 5:2 Sajjad Saedi (90.+1)
Zuschauer: 20
Rote Karte: Arcadie Rusu (Lichtenau, 27.) – grobes Foulspiel
