Lioba Wingenfeld aus dem Vorstand der St.-Antonius-Stiftung war bereits am 2. September in Eiterfeld zu Besuch und freute sich, dass das Unternehmen zum 80. Geburtstag die Gäste um Spenden bat. „1200 Gäste, das war ein wunderschöner Tag, aber ich war sehr aufgeregt“, gab sie zu. Zuvor gab es die Information, rund 8000 Euro schon gesammelt wurden, doch der Abend der Feier änderte dann alles: „80 Jahre waren für uns ein Anlass, euch zu unterstützen“, sagte Unternehmens-Chef Heribert Giebel, und richtete sich an Wingenfeld: „Du hast so eine tolle, herzliche Rede gehalten, dass viele Leute sogar nochmal angerufen hatten, und noch mehr spenden wollten“.
So sei Wingenfeld erst von rund 10.000 Euro ausgegangen – „das hat mich überwältigt“. Doch als dann die Mail kam, dass Giebel in Fulda mit 50.000 Euro in der Tasche kommt, rang sie nach Worten: „Das können Worte gar nicht ausdrücken. Ich dachte erst, es ist ein Tippfehler. Danke, danke, danke!“. Sie fand dennoch ein paar Adjektive für alle großzügigen Spender, von engagiert, begeisternd, über loyal und ideenreich. Doch das Lob gab der Unternehmer direkt zurück: „Das, was wir tun, ist nur ein Mikroorganismus gegenüber der Arbeit hier von euch. Wir sind sehr gerührt, was hier passiert“.
Bevor die Unternehmerfamilie noch auf dem Gelände herumgeführt wurde und einen Einblick ins Kinderhaus und die Arbeitsschule Startbahn bekam, sprachen Sebastian Bönisch und Rainer Sippel von antonius Fulda noch kürz über die Historie und darüber, was mit dem Geld passiert. Drei barrierefreie Kinderhäuser – WG Michael, WG Lucia und WG Aloysius – betreibt antonius, in denen die Bewohner „Lebensperspektiven“ erreichen können. In Letzterem soll in 2026 nun mit dem Umbau begonnen werden.
