Bereits in den Tagen zuvor machten Klingelhöfer gesundheitliche Probleme zu schaffen: Neben den altbekannten Knieschmerzen klagte der Rhöner nach der Gruppenphase auch über Schmerzen im Wurfarm, gegen Donnevert hatte sich Klingelhöfer den rechten Arm nun getaped – hatte am Board allerdings dennoch mit Schmerzen zu kämpfen. „Ich habe mir heute Morgen noch einen Physio gesucht, der mich dann getaped hat. Das hat zwar geholfen, aber es ist dennoch ein anderes Gefühl“, berichtete Klingelhöfer enttäuscht: „Wenn die Schmerzen permanent gewesen wären, hätte man sich vielleicht darauf einstellen können. Aber so plötzlich, wie es immer in den Arm rein gezogen hat, war nicht mehr möglich. Ich habe getan, was ich konnte. Was ich aber auch sagen muss: Mika hat es wirklich gut gemacht“, fand der 38-Jährige trotz aller Enttäuschung noch lobende Worte für seinen Gegner und bewies auch in der Niederlage Größe.
Donnerverts Average von starken 90,22 Punkten waren am Ende zu viel für Klingelhöfer, der seinerseits knapp 82 Punkte im Schnitt spielte – die acht Punkte Unterschied im Scoring waren im Verlauf des Achtelfinals allerdings nur selten spürbar. Der 17-Jährige Donnevert überzeugte immer wieder mit starken Aufnahmen, spielte im siebten Leg unter anderem sechs perfekte Darts. Beide Spieler hatten mit phasenweise mit großen Problemen auf die Doppelfelder zu kämpfen.
Klingelhöfer nutzte die Fehler seines Kontrahenten allerdings immer wieder aus und kaschierte so die etwas schwächeren Scoring-Aufnahmen und die starken Schmerzen im Arm – bis zum vorletzten Leg: Nach zwölf geworfenen Darts stand der 38-Jährige auf 88 Punkten Rest, der Dart auf das Bullseye verfehlte jedoch sein Ziel. Anders als zuvor hielten diesmal Donneverts Nerven, der Saarländer checkte 108 Punkte über die Doppel 16 zum Match und zog ins Viertelfinale gegen Daniel Klose ein. „Wenn ich meine Chancen zum 2:0 nutze, geht das Spiel vielleicht in eine andere Richtung. Ich werde etwas gelöster und Mika fängt an, nachzudenken. Aber es sollte heute einfach nicht sein.“
Nach drei Tagen endet damit die Super League für den 38-Jährigen, den Traum vom Ally Pally erfüllt sich in diesem Jahr ein Anderer. Viel Zeit zur Regeneration bleibt für Klingelhöfer jedoch nicht – bereits am Sonntag steht der Flug nach England an, wo am Montag die Modus Super Series beginnt. „Ich werde auf jeden Fall hinfliegen, und schauen was der Arm dann macht. Es ist bitter, dass mich das jetzt vor der Super League getroffen hat. Wäre es erst am Wochenende vor der Modus Super Series passiert, es wäre mir fast egal gewesen.“
