Dart 04.11.2025

Super League – Patrick Klingelhöfer und der Traum vom Alexandra Palace

Hildesheim (jah) – Knapp drei Monate ist es her, als sich der in der Rhön aufgewachsene Patrick „The Fire“ Klingelhöfer bei einem Turnier der PDC Next Gen durchsetzen konnte und sich damit für die Super League qualifizierte. Ab Dienstag ist der 38-Jährige nun in Hildesheim im Einsatz und kämpft gegen die deutsche Darts-Elite um ein WM-Ticket – und damit um einen Platz im legendären Londoner Alexandra Palace.

Patrick Klingelhöfer will sich den Traum der WM-Teilnahme erfüllen. Foto: privat

Am Montagabend wird sich Klingelhöfer auf den Weg ins niedersächsische Hildesheim begeben. Knapp 30 Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Hannover startet dort in der Halle 39 am Dienstagmittag die Super League – ein Turnier, bei dem 24 Spieler um einen einzigen Platz bei der diesjährigen Darts-Weltmeisterschaft kämpfen, die im Dezember und Januar in der ikonischen West Hall des Londoner Alexandra Palace stattfindet.

„Die Vorbereitung lief sehr gut. Ich habe mein Niveau gefunden und bin auch mental sehr gut drauf“, kündigt Klingelhöfer im Vorfeld an: Durchaus eine Warnung an die deutsche Konkurrenz, denn der in Neuswarts aufgewachsene Dartspieler ist in bestechender Form – und die Erwartungshaltung vor Turnierbeginn entsprechend groß. „Natürlich ist aber erstmal das Ziel, die Gruppenphase zu überstehen. Und da ist definitiv der Anspruch, als Erster oder Zweiter in die K.O.-Phase einzuziehen“, betont „The Fire“. Keine unrealistische Einschätzung, immerhin hat es die Auslosung der vier Gruppen vergleichsweise gut mit dem 38-Jährigen gemeint: In Gruppe C ist der namhafteste der fünf Konkurrenten der ehemalige PDC-Tour-Card-Holder Paul Krohne, ansonsten warten Duelle mit dem erfahrenen Steven Noster sowie den Nachwuchstalenten Yorick Hofkens, Jarod Becker und Finn Chudziak – gegen Krohne konnte sich Klingelhöfer bereits bei seinem Turniersieg auf der Next-Gen-Tour im Finale durchsetzen.

Nach der Gruppenphase, die am Dienstag und Mittwoch in Hin-und Rückspiel im Format Best-of-Eleven ausgetragen wird, qualifizieren sich die besten Vier für das am Donnerstag stattfindende Achtelfinale. Dort würde Klingelhöfer auf einen Konkurrenten aus der bärenstarken Gruppe A treffen, wo sich unter anderem die ehemaligen WM-Teilnehmer Dragutin Horvat und Andree Welge um das Weiterkommen streiten. Am Freitag finden in der Halle 39 in Hildesheim die Finalspiele statt. „Deswegen spielt es auch keine Rolle, auf welchem Platz ich in der Gruppe weiterkomme. Für  mich spielt es ohnehin nicht so relevant, gegen wen ich spiele.“ Neben den genannten Spielern zählen für Klingelhöfer außerdem Daniel Klose, Michael Klönhammer und nicht zuletzt Oliver Müller zu den Favoriten, wenn es um den Turniersieg geht – und für den 38-Jährigen selbst darum, sich den lange gehegten Traum einer WM-Teilnahme zu erfüllen: „Das ist der Traum eines jeden Dartspielers und übersteigt natürlich alles andere“, so Klingelhöfer, der jedoch noch nicht zu weit vorausblicken will: „Ich gehe das von Spiel zu Spiel an. Erstmal die Gruppenphase, und dann hoffentlich die K.O.-Phase. Ich bin jetzt zum zweiten Mal dabei und weiß entsprechend schon, wie alles abläuft. Das ist ein Vorteil.“

Für den 38-Jährigen ist die Super League darüber hinaus nicht das einzige Highlight in den kommenden Tagen: Bereits am Sonntag tritt Klingelhöfer die Reise nach Großbritannien an, in der Hafenstadt Portsmouth an der Südküste Englands nimmt „The Fire“ an der Modus Super Series teil – vielleicht ja dann als frischgebackener WM-Teilnehmer.