Lokales FD 05.11.2025

SPD-Stadtverband fordert mehr Aufenthaltsqualität in Fulda

Fulda (pm/jah) – Der Sommer ist vorbei, der Aufenthalt im Freien lässt nach, Zeit für ein Resümee. Ist die Stadt auf sich ändernde klimatischen Verhältnisse vorbereitet? Gibt es genügend Grün im Innenstadtbereich? Gibt es weitere Maßnahmen, um die sommerliche Hitze erträglich zu gestalten? Der SPD-Stadtverband kommt zu dem Fazit: Es gibt noch viel zu tun.

Fotos: SPD-Stadtverband

In der Innenstadt, besonders auf den gepflasterten Plätzen, fehlt es an Grün. Beispielhaft nennt Co-Vorsitzender Hans-Joachim Tritschler den Universitätsplatz und den Gemüsemarkt. Gerade der zentral gelegene Universitätsplatz heizt sich im Sommer dermaßen auf, dass ein Aufenthalt dort unerträglich werden kann.  Daran ändere auch die wenigen Bäume nichts. Der größte Teil des Platzes ist der prallen Sonne ausgeliefert. Da eine weitere statische Baumbepflanzung dort nicht möglich sei, wäre eine ausreichende Ausstattung von mobilem Grün eine sinnvolle Lösung. Zwar seien mittlerweile etwas mehr Pflanzkübel als bisher platziert, allerdings seien das immer noch zu wenig.

Das gleiche gelte auch für den Gemüsemarkt. Außerhalb der Marktzeiten wirkt dieser tagsüber wenig einladend, weil auch hier Maßnahmen gegen die Hitze fehlen. Mit mobilem Grün könnte die Stadt dort einen Beitrag zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität leisten, ohne das Marktgeschehen dort zu beeinträchtigen, so die Meinung des SPD-Stadtverbands. Andere Städte setzen hier hervorragende Akzente, die als Vorbild für Fulda dienen können.

Sinnvoll wäre auch eine Förderung von Fassadenbegrünung – sogenannte Vertikalbegrünung - von Häusern im innerstädtischen Bereich. Ein sehr probates Mittel, das Stadtklima erträglich zu gestalten. Über finanzielle Anreize für Hausbesitzer sollte der Magistrat durchaus mal nachdenken.

Neben mehr Grün sollte die Stadt auch über weitere Maßnahmen gegen die klimatischen Veränderungen nachdenken. Anstatt Brunnen abzuschalten, wie dieses Jahr geschehen, sollte über mehr Brunnen oder Wasserläufe nicht nur nachgedacht, sondern schnellstens realisiert werden, fordert der Co-Vorsitzende.

Die Entsiegelung bepflasterter Flächen und deren Bepflanzung, eine weitere Möglichkeit, um auf den Klimawandel zu reagieren. Leider sind entsprechende Vorschläge bei der Stadtverwaltung bisher nicht auf offene Ohren gestoßen, kritisiert der SPD-Stadtverband.

Neben den genannten Maßnahmen, um auf den Klimawandel zu reagieren, müsste prinzipiell über eine Verbesserung der innerstädtischen Aufenthaltsqualität nachgedacht werden. Und zwar nicht nur im Hinblick auf die Touristen. In erster Linie müsse an die gedacht werden, die in der Stadt wohnen, hier arbeiten oder sich häufig aufhalten. Dazu müssten viel mehr Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Die Stadt braucht nicht nur stylische  Möbel zum chillen, sondern bequeme Sitzgelegenheiten, um dem demographischen Wandel gerecht zu werden, heißt es abschließend vom SPD-Stadtverband.