Frauen fühlen sich allein gelassen oder haben Angst, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Häufig bleiben Übergriffe lange unbemerkt, und die Öffentlichkeit erfährt erst über Zeitungsartikel von den Schicksalen der Frauen, Mütter und Töchter, oft dann erst, wenn es wieder heißt: „Feminizid in Fulda“.
Umso wichtiger ist es, Zeichen zu setzen, die im Alltag sichtbar sind und den betroffenen Frauen Mut machen. Ein positives Beispiel findet sich in England. Dort hängt in jedem Bus ein Schild mit der klaren Botschaft „Everybody has the right to travel or work without fear of assault and intimidation” übersetzt in deutscher Sprache: „Jede*r hat das Recht, ohne Angst vor Übergriffen und Einschüchterungen zu reisen oder zu arbeiten.“ Diese einfache, aber wirkungsvolle Präsenz schafft Aufmerksamkeit, sensibilisiert und signalisiert betroffenen Frauen: „Du bist nicht allein. Wir stehen an deiner Seite.“
Diesen Ansatz möchten die SPD-Frauen auch für Fulda übernehmen: „Daher regen wir an, dass in jedem Bus im Landkreis Fulda und in der Stadt Fulda ein Schild mit diesem Satz angebracht wird. Sichtbarkeit ist ein wichtiger Schritt, um Bewusstsein zu schaffen und zugleich Verantwortung zu fordern. Für die Stadt Fulda werden wir uns dafür einsetzen, dass dies in der Stadtverordnetenversammlung thematisiert wird. Unser Ziel ist klar: Gewalt an Frauen darf nicht länger unsichtbar bleiben weder im öffentlichen Raum noch in der politischen Debatte. Fulda soll ein Ort sein, an dem Frauen sicher leben, arbeiten und sich frei bewegen können“.
