Regionalliga
TV Hersfeld – SV G. Fritzlar 24:32 (13:12)
Mit einer großen Erwartungshaltung ging das Team von Sabine Teichmann in die Partie gegen den Tabellenführer der Regionalliga – umso erstaunlicher, dass die Gastgeberinnen sogar mit einer knappen Führung in die Kabinen gingen: „Wir haben das in der ersten Halbzeit wirklich souverän gemacht“, lobte Teichmann. Mit Wiederanpfiff stellte sich allerdings das bekannte Manko der Hersfelder Frauen ein: Durch zahlreiche technische Fehler gab der TVH das Spiel aus der Hand – vermeidbare Fehler, die Teichmann bereits Woche um Woche kritisierte: „In der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen genutzt, und dann kam wieder einmal der Bruch“, haderte Teichmann: „Und gegen so einen Gegner kannst du dir das einfach nicht erlauben, das wird dann eiskalt ausgenutzt.“ Nach gutem Start ging es mit 13:12 aus Hersfelder Sicht in die Pause, zwischen Minute 37 und 53 gelangen den Festspielstädterinnen allerdings nur noch drei Treffer – der Tabellenführer traf im gleichen Zeitraum neun Mal, die Partie war entschieden. „Am Ende fällt das Ergebnis sicherlich zu hoch aus“, konstatierte Teichmann abschließend: „Die Niederlage geht natürlich in Ordnung, aber am Ende wären vielleicht vier Tore Unterschied dem Spielverlauf entsprechend gewesen. Wir hatten uns nichts ausgerechnet gegen diesen Gegner, aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich von Fritzlar noch etwas mehr erwartet hätte.“
Hersfeld: Mahnteufel, Raguse (3), Teichmann (5/1), Söllner (4), Berg (1), Busalt, Holzapfel (1), Höhmann, Petermann (3), Hugo, Herrmann, Lucas (5/2), Braun (2), Eimer
Oberliga
HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II – HSG Großenlüder/Hainzell 43:29 (23:18)
Nichts zu holen gab es für die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell beim Gastspiel in Nordhessen: Gegen die Dreierspielgemeinschaft hielt die Mannschaft von Liviu Pavel lange gut mit, musste sich am Ende aber deutlich geschlagen geben. „Es war im Endeffekt ähnlich wie in der letzten Woche. Wir haben diesmal schon etwas früher durchgewechselt und die zweite Garde gebracht, dann ist Wildungen davon gezogen.“ Das Ergebnis sei für ihn aber ohnehin zweitrangig, betonte Pavel: „Das ist nicht so wichtig. Entscheidend ist die Entwicklung, und dass alle Spielerinnen auf ihre Spielanteile kommen. Das steht im Vordergrund. Wir steigern uns von Spiel zu Spiel und können das Ergebnis entsprechend gut einordnen.“ Schließlich gehe es in dieser Spielzeit ausschließlich um den Klassenerhalt: Dafür seien Siege gegen die direkte Konkurrenz notwendig, beispielsweise am ersten Dezemberwochenende gegen Dittershausen. „Jetzt kommen die Spiele, die entscheidend für uns sind“, blickte der HSG-Coach voraus – konnte sich aber nach der Partie in Nordhessen noch über ein Lob vom gegnerischen Trainer freuen: „Er hat mir gesagt, dass ich sehr tief stapeln würde, wenn ich sage, es geht für uns nur um den Klassenerhalt. So wie wir aufgetreten sind, würden wir mit dem Abstieg nichts zu haben. Das hat mich sehr gefreut.“
Großenlüder/Hainzell: Frodl, Möller, Sippel (2/1), Klüh (2), Jordan (1), Klitsch (5/1), Schenk, Dietrich (1), Völlinger, Heger (4), Peppler (3), Kaub, Schwarz (3), Schmitt (8/2), Feldmann, Otterbein
TV Hersfeld II – SV G. Fritzlar II 29:27 (18:13)
Besser als für die erste Mannschaft lief es für die Hersfelder Reserve um Trainerin Ute Berz: Gegen die Fritzlar II profitierten die Gastgeberinnen von einer starken ersten Halbzeit. Nach ausgeglichenem Beginn fand der TVH immer besser in die Partie. Stand es nach elf Minuten nur 9:8, schraubten die Hersfelderinnen das Ergebnis sukzessive weiter in die Höhe. Mit 18:13 ging es in die Kabinen. Die Gäste kamen im zweiten Durchgang zwar wieder bis auf ein Tor heran, die TVH-Reserve hatte am Ende allerdings die besseren Nerven und setzte sich in den letzten zehn Minuten vorentscheidend ab: Spätestens mit dem 28:24 nach etwas mehr als 56 Minuten war die Partie entschieden. Überragende Spielerin war Franziska Knaus mit starken neun Toren und perfekter Bilanz von der Siebenmeter-Linie.
Hersfeld II: Örde, Knaus (9/2), Hollstein, Braun, Thole, Berk (2), Bittorf (7/0), Göbel (1), Maaß (4), Baumgardt (1), Niering (1), Chaitidou, Burau (4), Schade
