Lokales FD 05.11.2025

Preis der Deutschen Familienstiftung für Domkapellmeister Huber

Fulda – Von Silas Messing – Die Deutsche Familienstiftung hat Domkapellmeister Franz-Peter Huber für sein langjähriges Engagement in der musikalischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet. Im gut gefüllten Fürstensaal des Stadtschlosses Fulda erhielt Huber am Dienstagabend den Preis der Stiftung, die sich seit mehr als 25 Jahren für die Stärkung von Familien und die Entwicklung von Kindern einsetzt.

Foto: Silas Messing

In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Ludwig Spätling, Gründer und Vorsitzender der Stiftung, Hubers Konzept des entwicklungsbegleitenden Singens als „wegweisend für die Zukunft unserer Kinder“. Singen fördere Sprache, Intelligenz und emotionale Stabilität und gehöre zu den ältesten Kulturleistungen des Menschen. „Musik bildet Synapsen, stärkt die Persönlichkeit und verbindet Generationen“, so Spätling. Huber wurde in der Nähe von Aschaffenburg geboren, besuchte die Schule in Großkrotzenburg und studierte Kirchenmusik in Mainz sowie Gesang und Chorleitung in Frankfurt. Nach seiner Tätigkeit als Domkantor in Mainz kam er 1994 nach Fulda, gründete dort die Mädchenkantorei und die Domsingknaben und übernahm 1997 das Amt des Domkapellmeisters. Unter seiner Leitung singen heute rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Chören am Fuldaer Dom.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und der frühere hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel überbrachten Grußworte. Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Dietz verlas Grüße von Bischof Dr. Michael Gerber, der Huber als „Brückenbauer zwischen Generationen, Familien und Glauben“ bezeichnete. Ihm gelinge es, Begabungen zu fördern, Menschen zu stärken und Gemeinschaft zu bilden. Ebenfalls anwesend war der Ersten Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt und Kristin Weigl, Beirätin der Deutschen Familienstiftung, die durch den Abend führte. Das musikalische Programm gestalteten das Renaissance-Ensemble Amarilli, die Sopranistin Theresa Kuhar von Bibra, Jan Kuhar von Bibra sowie die Chöre am Dom. Werke von Léclair, Buxtehude, Scarlatti und Mendelssohn sorgten für eine festliche Atmosphäre. In seiner Dankesrede zeigte sich Huber bewegt: „Singen heißt, Menschen zu berühren – im Herzen, im Geist und im Glauben. Es ist das Schönste, was wir Kindern mit auf den Weg geben können.“ Der Abend klang mit Mendelssohns „Verleih uns Frieden“ und einem gemeinsamen Imbiss aus.

Preis der Deutschen Familienstiftung für Huber. Fotos: Silas Messing.