Eine Polizeistreife entdeckte den beschriebenen Wagen kurze Zeit später. Als die Beamten an das stehende Fahrzeug herantraten, wurde schnell klar, warum die gemächliche Fahrt zustande gekommen sein dürfte: Der 45-jährige Fahrer hatte augenscheinlich bereits am Steuer seine Nachtruhe eingeleitet - und das offenbar nicht ohne flüssige Begleitung. Erst hartnäckiges Klopfen und deutliche Zurufe rissen ihn aus dem Schlaf, woraufhin er den Kopf hob, die Augen öffnete und dabei versehentlich den Fuß von der Bremse nahm. Der Mini Cooper rollte daraufhin rückwärts, bis der Mann nach mehrfacher Aufforderung und mehreren Versuchen die Handbremse anzog.
Beim Öffnen der Tür bestätigte sich der Verdacht: Ein deutlicher Alkoholgeruch schlug den Beamten entgegen. Das Aussteigen gestaltete sich für den 45-Jährigen schwierig; er musste sich mehrfach an der Fahrzeugtür beziehungsweise später an der Leitplanke abstützen und wurde immer wieder von einem Polizisten stabilisiert.
Weil das Atemalkoholtestgerät dann einen Wert von 2,48 Promille anzeigte, ordneten die Beamten eine Blutentnahme an. Auf der Fahrt zur Polizeistation schlief der Mann im Streifenwagen erneut ein, eher er nach der Ankunft erneut aus dem Land der Träume geholt werden musste. Neben der Blutprobe musste er auch seinen Führerschein abgeben. Auch der Fahrzeugschlüssel wurde vorübergehend zur Gefahrenabwehr einbehalten. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Mann mit einem Taxi nach Hause gebracht.
Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ermittelt. Weitere Zeugen, die Angaben zur Fahrweise machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Maintal unter 06181 4302-0 zu melden.
