Das Wichtigste am Abend: Der TTC Maberzell hat das Ticket für den 4. Januar in Ulm gelöst und wird beim Final Four des Deutschen Pokals dabei sein – neben Bad Homburg, Ochsenhausen und Saarbrücken, die ihre Viertelfinals allesamt im Doppel gewannen. Das musste auch Maberzell, denn Grenzau hatte mit Yi-Hsin Feng einen starken Taiwanesen im Aufgebot, der sowohl Dimitrij Ovtcharov nach 2:0-Führung des Fuldaers als auch Jonathan Groth in einem super Match den Einzelpunkt wegnahm.
„Damit mussten wir rechnen“, sagte Maberzells Präsident Stefan Frauenholz: „Wir haben dann darauf gehofft, dass wir die anderen drei Punkte holen“. Und so kam es: Ovtcharov und Fan Bo Meng mussten wie schon am Abend zuvor im Doppel ran – und sind weiter wettbewerbsübergreifend ungeschlagen. Die ersten beiden Sätze holten sie souverän, im dritten lagen sie dann zwischenzeitlich hinten, „aber da hat sich ihre Stärke erst gezeigt“, staunte Frauenholz.
Im ersten Einzel hatte sich Jonathan Groth klar mit 3:0 gegen Maciej Kubik durchgesetzt, er lag fast durchgehend in Führung und war mit dem ersten Einzel nach gut 25 Minuten durch. Dann wurde es aber ein langer Abend: Ovtcharov spielte gegen Feng stark auf und holte die ersten beiden Sätze knapp, dann drehte sein Gegner aber richtig auf, bog im dritten Satz einen 1:4-Rückstand um und war von dort an obenauf.
Nach der Pause musste Fan Bo Meng erstmals an die Platte, und hatte mit Samuel Walker einen widerspenstigen Kontrahenten, der den ersten Satz gewann und dann zum 2:2 ausglich, nachdem Meng die Durchgänge zwei und drei für sich entschieden hatte. Doch Walker konnte daran im fünften Satz nicht anknüpfen und Meng zog haushoch davon. Im vierten Einzel versuchte sich Groth gegen Feng, doch auch der Däne verlor nach einem bärenstarken Kampf: Zweimal legte Feng vor, zweimal glich Groth nach Sätzen aus. Der letzte Durchgang war dann aber deutlich aus Sicht des Grenzauers, der aus einem 5:5 ein 11:6 machte.
Doch das Doppel rettete die Maberzeller, und das freute alle: „Wir haben es geschafft, sind unter den vier besten Mannschaften im Pokal. Da sind wir sehr stolz drauf, die ganze Mannschaft, das Führungsteam, Verein und Fans freuen sich heute riesig“, spiegelte Frauenholz die Stimmung in der Hubtex-Arena wider: In der Vorsaison war Maberzell gescheitert, stand überhaupt nur einmal in den vergangenen Jahren im Final Four – das letzte Endspiel erreichte der TTC in 2017, soweit sich der Präsident erinnern konnte.
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau 3:2
Jonathan Groth – Maciej Kubik 3:0 (11:7, 13:11, 11:2)
Dimitri Ovtcharov – Yi-Hsin Feng 2:3 (11:8, 12:10, 7:11, 7:11, 8:11)
Fan Bo Meng – Samuel Walker 3:2 (7:11, 11:6, 11:8, 7:11, 11:2)
Jonathan Groth - Yi-Hsin Feng 2:3 (9:11, 11:7, 10:12, 11:8, 6:11)
Ovtcharov/Meng – Allegro/Walker 3:0 (11:4, 11:6, 11:9)
Zuschauer: 200
