Handball 07.11.2025

Pavel: Schnelligkeit statt Robustheit – Spitzenreiter TVH bei Twistetal

Osthessen (jk) – Vorhang auf für den nächsten Spieltag der osthessischen Handballerinnen und Handballer: Während die HSG Großenlüder/Hainzell und der Hünfelder SV in der Männer-Oberliga spielfrei sind und somit lediglich Spitzenreiter TV Hersfeld im Einsatz ist (Samstag, 19.15 Uhr bei der HSG Twistetal), sind die Frauenteams allesamt gefordert. Großenlüder/Hainzell muss ebenfalls am Samstag gegen die HSG Zwehren/Kassel bestehen (19 Uhr), die Zweitvertretung des TVH ist tags darauf bei der HSG Wesertal gefordert (17 Uhr). Die erste Mannschaft der Festspielstädterinnen bekommt es in der Regionalliga dagegen auswärts mit der HSG Hungen/Lich zu tun (Samstag, 19 Uhr).

Die Lüderer Frauen wollen mit Schnelligkeit punkten. Archivfoto: Christine Görlich

Fynn Reinhardt und der TV Hersfeld reisen am Wochenende in den Landkreis Waldeck-Frankenberg zur HSG Twistetal. Archivfoto: Christine Görlich

Frauen

Auf die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell wartet am Wochenende eine echte Herausforderung. Nach einem sehr körperbetonten Spieltag gegen Wollrode muss das Team von Trainer Liviu Pavel am Samstag erneut gegen körperlich überlegene Gäste ran. „Letzte Woche war der Gegner schon sehr stark. Zwehren ist aber wohl noch robuster“, erklärt der HSG-Coach. Besonders die Größe einiger Spielerinnen stelle sein Team vor eine große Herausforderung. „Ich weiß nicht, wo die Mädels alle so wachsen“, schmunzelt er und verfolgt daher einen klaren Matchplan. Statt körperlich dagegenhalten zu wollen, will Pavel über das Tempo zum Erfolg kommen. „Wir müssen uns Gedanken machen, welchen Bereich wir durch Schnelligkeit ausgleichen können“, erläutert er. Bei normaler Positionierung hätten die Osthessinnen kaum eine Chance, sich Tormöglichkeiten herauszuspielen. „Zwehren/Kassel steht hinten wie eine Mauer. Da ist es schwer, drüber zu werfen oder ins Eins-gegen-Eins zu gehen“, weiß Pavel. Umso wichtiger werden schnelle Gegenstöße und Ballgewinne für die HSG sein – und das über die volle Spielzeit. Personell verzichten muss der Trainer noch auf zwei Urlauberinnen, wenn es am Samstag (19 Uhr) zuhause gegen das Team aus Nordhessen geht.

Zeitgleich zu Großenlüder/Hainzell ist die erste Mannschaft des TV Hersfeld in der Regionalliga gefordert: Die HSG Lungen/Licht empfängt den Aufsteiger – und nach zwei Siegen aus den vergangenen drei Spielen will das Team von Trainerin Sabine Teichmann den Aufwärtstrend gegen den Tabellennachbarn fortsetzen. Eine ungleich schwerere Aufgabe wartet hingegen auf die Hersfelder Reserve: Ute Berz‘ Mannschaft tritt in der Oberliga am Sonntag die Reise ins Wesertal an und muss bei der noch immer ungeschlagenen HSG bestehen (17 Uhr).

 

Männer

Bei den Männern ist das Programm an diesem Wochenende etwas ausgedünnt: Die HSG Großenlüder/Hainzell hat ebenso wie der Hünfelder SV spielfrei, im Einsatz ist somit lediglich Spitzenreiter TV Hersfeld in der Oberliga, um Trainer – und Weltmeisterpapa – Kai Hüter: Kim Hüter, der Sohn des Hersfelder Coaches, hatte sich mit der deutschen U17-Nationalmannschaft vor einigen Tagen den WM-Titel geschnappt. In einem wahren Krimi setzte sich Deutschland nach Verlängerung gegen Ägypten durch. Dem TVH wird der frischgebackene Champion natürlich nicht helfen können, wenn die Festspielstädter am Samstag (19.15 Uhr) bei der HSG Twistetal antreten – schließlich spielt Kim Hüter seit einiger Zeit in Melsungen. Bislang ist der Spitzenreiter aus Hersfeld auch auf keine Hilfe angewiesen: Sieben Siege aus sieben Spielen stehen zu Buche, der achte Erfolg soll nun dazukommen – vielleicht ja mit Kim Hüter auf der Tribüne?