TV Hersfeld – Hünfelder SV 34:29 (15:15)
Der TV Hersfeld bleibt auch nach dem Derby das Maß der Dinge in der Oberliga Nord. Gegen den Hünfelder SV tat sich der Favorit lange schwer, ehe ausgerechnet der angeschlagene Fynn Reinhardt den Unterschied machte. „Wir haben immer noch kranke Spieler, die ganze Woche schon. Fynn Reinhardt wollten wir eigentlich schonen, weil er sehr angeschlagen war und nicht trainieren konnte“, erklärte TVH-Coach Dragos Negovan. „In der Abwehr mussten wir improvisieren, das klappte anfangs nicht – der HSV hat es richtig gut gemacht. Kurz vor der Halbzeit kam Fynn dann rein, wir konnten ausgleichen und uns zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas absetzen. Diese zwei Punkte zählen genauso wie alle anderen – sie waren wichtig.“ Neben dem Ex-Hünfelder Rehberg fehlte auch Jannik Bachus, der an der Schulter operiert wird. Trotz der Niederlage zeigte sich HSV-Trainer Stephan Kimpel zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Es war richtig spannend, wir haben sogar einige Tempogegenstöße und Siebenmeter liegen lassen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden – wir haben eine super Abwehr gespielt. Hersfeld musste Reinhardt bringen, sonst wäre es noch enger geworden. Am Ende hat man die Klasse der beiden Reinhardts gesehen, 19 Tore zusammen, da können wir nicht mithalten. Wenn wir so gegen Bettenhausen oder Gensungen spielen, holen wir Punkte. Wir wissen, dass wir es können, müssen aber geduldiger und abgezockter werden. Es war eine super Stimmung im Derby – viele Hünfelder Fans waren da, danke nochmal dafür.“
Hersfeld: Rehberg, Dellmuth, Petersen (3), Becker (8), Kürten, Wiegel (1), F. Reinhardt (11/6), L. Reinhardt (8/1), Kümmel, Krause, Voß, Thole (1), Kehl, Teichmann (1), Mudrak (1).
Hünfeld: Schäfer (1), Menth, Reuchsel (7), Schott (4), Gute (3), Aha (1), Kaub (1), Sauerbier (9/1), Hohmann, Schramm (2), Becker (1), Simon.
HSG Wesertal – HSG Großenlüder/Hainzell 36:34 (17:16)
Die erste Saisonniederlage für die HSG Großenlüder/Hainzell war trotz couragierter Leistung nicht zu verhindern. Über weite Strecken hielten die Gäste gut mit, doch eine Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit kostete letztlich den möglichen Punktgewinn. „Wir waren die ersten 25 Minuten wirklich gut – die Abwehr hat ihren Job gemacht und vorne haben wir Lösungen gefunden“, sagte Trainer Sebastian Peppler. „Ab der 25. Minute änderte sich das. Wir haben nicht mehr richtig zugepackt, sind mit einem Tor Rückstand in die Pause und nach der Umstellung in der Abwehr hat es auch nicht wirklich gefruchtet. In 13 Minuten 13 Gegentore – da war der Knackpunkt. Wir haben uns wieder ran gekämpft, aber dann hielt der gegnerische Torwart oder wir machen einen technischen Fehler. So sind wir immer hinterhergelaufen. Der Gegner war sehr stark, sehr dynamisch, mit wenigen Fehlern – da haben uns am Ende die Körner gefehlt“, so Pepplers Analyse.
Großenlüder/Hainzell: Masche, Sippel (5), Weinbörner, Bosold (6), Kirsch (5), Wessling, Münker, Malolepszy (4/4), Herber, L. Dimmerling (4), Blinzler, Deppe (3), H. Dimmerling (7), Nechvatal.
