Beantragt hatten die Umbenennung der Johannes-Dyba-Allee sowohl die SPD/Volt-Fraktion als auch Ute Riebold (Die Partei). Hans-Dieter Alt berichtete dem Ausschuss, an den die Stadtverordnetenversammlung die Anträge verwiesen hatte, obwohl darüber laut Hauptsatzung auch der Magistrat alleine in nichtöffentlicher Sitzung beschließen könnte, dass es noch keinen Sitzungstermin mit dem Bischof und dem ehemalige Oberbürgermeister Gerhard Möller als Vorsitzendem der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda“ gebe. Bischof Gerber sei weiter im Krankenstand. „Gerhard Möller steht zur Verfügung, hat aber schon gesagt, dass er keine Empfehlung abgeben wird. Die Sitzung wird unmittelbar einberufen, sowie der Bischof uns einen Termin gegeben hat“, kündigte Alt an.
Auf eine schnelle Sitzung drängte Hans-Joachim Tritschler (SPD). Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld nannte es daraufhin „eine Frage des Respekts, den Bischof, nachdem er es uns angeboten hat, mit einzubeziehen“. Patricia Fehrmann (CDU) wies Tritschler darauf hin, dass sich alle Fraktionen einig waren, Bistum und Kommission mit einzubeziehen. Die von der SPD geforderte Behandlung des Antrags noch vor der Kommunalwahl kommentierte Alt damit, er solle mit aller Ruhe und Konsequenz abgearbeitet werden: „Es wird der Sache nicht gerecht, das Thema mit der Kommunalwahl zu verquicken. Darüber sollten wir in aller Ruhe beraten und das davon betroffene Bistum mit einbeziehen.“
Für den Haushalt wurden nur zwei Anträge beraten. Die CDU wünscht im Rahmen des Hessentags einen Kreativwettbewerb für Kinder „Foll hessisch – Mein Hessentag, meine Stadt“ in Zusammenarbeit mit der Kinderakademie. Während des Hessentags sollen die eingereichten Beiträge im „Konzeptkaufhaus Karl“ (ehemals Kerber) ausgestellt werden. Die CDU beantragte den Wettbewerb aus vorhandenen Haushaltsmitteln zu finanzieren. Da fiel es den Anwesenden leicht fast einstimmig zuzustimmen bei Enthaltung der AfD.
Der beratene AfD-Antrag, die Stadt solle „ein Konzept zur Förderung und Einsatz von Kryptowährungen im Rahmen des Hessentags“ beschließen traf in der Abstimmung auf allgemeine Ablehnung – abgesehen von der Stimme von Frank Schüssler aus der antragstellenden Fraktion. Diese hat für die Aufstellung von Automaten, an denen Kryptowährungen gegen Bargeld getauscht werden können plädiert. Die AfD versprach sich davon einen „Positiven lmagetransfer hin zu einem hochmodernen Fulda, der überregional ausstrahlen könnte“. Mit einem neuen Forschungs- und Themenschwerpunktfeld könne mit der Hochschule sowie lT-Firmen die Region zu einer Art „Krypto-Campus" ausgebaut werden. Es könne sich also eine „Vorreiterrolle für Fulda in Theorie und Praxiseinsatz von Kryptowährungen ergeben“. Oberbürgermeister Wingenfeld sah erst einmal keinen Zusammenhang mit dem Hessentag: „Das ist ein hochspekulatives Finanzsystem, mit dem wir als Stadt nicht anfangen sollten.“ Michael Gosch (FDP) verwies darauf, dass man bei Einnahmen aus Kryptowährungen vorher nicht wisse, wieviel sie beim Verkauf Wert seien und somit auch keinen Überblick über die Einnahmen habe.
Beratung über Johannes-Dyba-Allee noch in diesem Jahr geplant
