Lokales FD 18.11.2025

Mit Herzblut für die Kleinsten – Welt-Frühgeborenen-Tag am Klinikum

Fulda (jah) – Der diesjährige Welt-Frühgeborenen-Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gebt Frühgeborenen einen starken Start für eine bessere Zukunft“ – und traditionell beteiligte sich auch das Klinikum Fulda mit einer gut besuchten Informationsveranstaltung in der Eingangshalle an diesem wichtigen Aktionstag, der weltweit auf die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam macht.

Das Team am Fuldaer Klinikum kümmert sich vorbildlich um die "Frühchen". Foto: Janosch Hensel

„Es ist wichtig in unserer Gesellschaft, dass Frühgeborene noch mehr in den Fokus rücken. Sie brauchen diese Unterstützung, und deswegen ist es gut, wenn viele Menschen diese Thematik kennen“, erklärte Prof. Dr. Reinald Repp, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Fuldaer Klinikum.

Zwischen 12 und 15.30 Uhr konnten zahlreiche Eltern und Angehörige von Frühchen sowie viele Interessierte die Gelegenheit nutzen, sich umfassend über das Thema Frühgeburt zu informieren. Fachkräfte der Frühgeborenenstation sowie der Sozialmedizinischen Nachsorge standen für persönliche Gespräche bereit, beantworteten Fragen und gaben Einblicke in ihre Arbeit. Auch der Förderverein „Seestern Fulda“ war als engagierter Partner vor Ort. „Wir unterstützen diese wunderbare Arbeit auf der Station sehr gerne und freuen uns mit jedem Frühchen, was gesund nach Hause gehen kann“, so Yvonne Mangold, Vorsitzende des Fördervereins.

Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, einen Säuglingsinkubator und ein Wärmebett aus nächster Nähe zu besichtigen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit betroffenen Familien und den Fachkräften auszutauschen. Dabei wurden Erfahrungen geteilt und wertvolle Kontakte geknüpft – ein Angebot, das großen Anklang fand. Für die jüngsten Gäste sorgten Kinderschminken und kreative Bastelaktionen für viel Freude und bunte Abwechslung, sodass die Veranstaltung für die ganze Familie ein positives Erlebnis war – trotz des ernsten Hintergrundes, wie auch die selbst betroffene Familie Klippert schilderte: „Man ist natürlich erstmal komplett überfordert mit der Situation, das ist schwer zu realisieren. Das Kind wird ja praktisch ins Leben gerissen. Trotzdem sind wir froh, dass wir hier so gut aufgehoben waren mit einer super Versorgung. Das hat das Ganze ein bisschen einfacher gemacht“, schilderten die Eltern: „Man macht sich sehr viele Sorgen, lebt im Tunnel und vergisst alles andere. Aber mit so viel Herzblut, mit dem sich hier gekümmert, das ist uns im ganzen Leben noch in einem Krankenhaus passiert. Immer wenn wir hier weggefahren sind, wussten wir: Nirgends kann es unserem Kind besser gehen als hier.“

Mit rund 60.000 Frühgeburten pro Jahr – etwa jedes zehnte Kind in Deutschland – verdeutlicht der Welt-Frühgeborenen-Tag die Bedeutung spezialisierter Versorgungseinrichtungen. Die Veranstaltung am Klinikum Fulda setzte damit ein starkes Zeichen für die Unterstützung von Frühgeborenen und ihren Familien und trug dazu bei, Bewusstsein für diese wichtige Thematik in der Öffentlichkeit zu schaffen – bei Betroffenen, aber auch bei allen Interessierten, die sich am Montagmittag in der Eingangshalle des Klinikums aufhielten.

Welt-Frühgeborenen-Tag am Fuldaer Klinikum. Fotos: Janosch Hensel