Beim Spitzenreiter, der gerade erst aufgestiegen war und sich mit ehemaligen Drittligaspielern verstärkt hatte, war nur der erste Satz aus Hünfelder Sicht eng. „Aber früher war es unsere Stärke, die knappen Sätze zu gewinnen – die verlieren wir aktuell alle“, klagte Trainer Uli Bönsch und sprach die personelle Situation beim HSV an: „Da haben wir große Probleme, auch gesundheitlich. Wir schleppen uns durch die Zeit, die Jungs können nicht so trainieren, wie ich mir das wünsche und vorstelle“. Auf dem Feld sei das zu merken: Die Abstimmung fehlt, die Fitness, und auch die Sicherheit. Dennoch war im ersten Satz etwas drin in Wetzlar, ehe der Gegner aufdrehte. „Sie wollen durchmarschieren und haben auch das Potenzial dazu“, schätzte Bönsch.
Mit Jan Rohrbach ist ein Mittelblocker an der Leiste operiert worden, dafür half Peter Krautwurst einmal mehr in Wetzlar aus – allerdings auch ohne Training. Einen Lichtblick gab es dann aber auch noch aus Hünfelder Sicht: Ilja Rettinger, Eigengewächs des HSV, feierte sein Landesliga-Debüt. „Er hat das sehr gut gemacht, und er ist noch 15“, merkte Bönsch an, der ihn zwei Sätze durchspielen ließ. Das Spiel zeigte dennoch einmal mehr: An Spieltagen hat der Coach einen guten Kader beisammen, allerdings fehlt das Training: „Es ist nicht so, dass wir kein Volleyball spielen können. Das können wir – wenn wir fit und komplett wären. Aber jammern nutzt ja nichts, und es ist noch relativ früh in der Saison“, sagt Bönsch. Fünf von 16 Partien hat der HSV absolviert,
Hünfeld: M. Bönsch, U. Bönsch, Gejn, Hurbik, Lochner, Zukauskas, Rettinger, Janzen, Drzewiecki, Krautwurst, Diemer.
