Die CWE hatte beantragt, die Summe von 3000 Euro einzuplanen, um Ehrenamtliche auszubilden, die Kindern Schwimmunterricht geben können. Da kein CWE-Vertreter anwesend war, herrschte kurzfristig Verwirrung, was genau mit dem Antrag gemeint war. Angesichts der Summe – und weil sich alle einig waren, wie wichtig es ist, dass Kinder schwimmen lernen – wurde er dann aber doch bei Enthaltung der SPD angenommen. Bürgermeister Dag Wehner hatte den Auftrag so verstanden, sich mit allen Beteiligten zusammenzusetzen, um dieses Ziel zu erreichen: „Wir wissen auch nicht, wie stark die Nachfrage zurzeit ist und inwieweit der Rückstand beim Schwimmunterricht durch Corona wieder aufgeholt ist.“
Meist einstimmig wurden einige Prüf- und Berichtsanträge der CDU angenommen: So soll die Verwaltung prüfen „wie Karnevalsvereine bei Fahrten zu Veranstaltungen unterstützt werden können“. Guido Lomb (CDU) begründete dies: „Einige Vereine können sich die Fahrten kaum leisten und müssten sonst mit privaten Pkw fahren.“ Jutta Hamberger (Bündnis 90/Die Grünen) fand den Antrag nachvollziehbar: „Aber warum nur Karnevalsvereine?“ Weiter soll sich der Magistrat auf Veranlassung der CDU „mit dem Land Hessen verhandeln, um schon ab 2026 eine spürbare finanzielle Förderung des ichhaltigen Fuldaer Kulturangebots zu erreichen“. Genannt wurde dabei der Musicalsommer insbesondere mit dem Hinweis auf die Förderung der Bad Hersfelder Festspiele durch das Land.
Nur die SPD stimmte dem Grünen-Antrag, außer deren eigene Mitglieder zu, 50.000 Euro einzuplanen, um den Schulweg als „Bespielbares Bronnzell“ in jenem Stadtteil zu gestalten. Auf dem Schulweg sollen dazu Spielgeräte aufgebaut werden, die das „Zufußgehen attraktiver machen und fördern sollen“. Hashem Savoji nannte es „einen Weg zur kinderfreundlichen Kommune. Dr. Sebastian Koch (FDP) dazu: „Ich verstehe das Anliegen, den Schulweg zu verbessern, kann mir aber nicht vorstellen, dass Eltern sich über Spielgeräte gerade dort freuen.“ Bürgermeister Dag Wehner sah neben dem mangelnden Bedarf „gerade in Bronnzell“ auch praktische Probleme: „Wir können nicht einfach auf der Straße oder dem Gehweg Spielgeräte aufstellen. Dabei gilt es Abstandsregeln und Eigentumsrechte einzuhalten.“
Gleich vier Anträge mit einem Gesamtvolumen von 215.000 Euro brachte Alain Kaffo in der Sitzung ein. Themen waren unter anderem „Verkehrssicherheit an Fuldaer Schulen“, eine „Sanierungsoffensive“ für Schultoiletten und eine „Machbarkeitsstudie für eine mehrsprachige Grundschule in Fulda“. Aus den anderen Fraktionen und auch dem Magistrat wurde ihm vorgeworfen, dass er in seinen Anträgen bundesweite Statistiken nannte, deren Ergebnisse aber so für Fulda nicht zutreffen würden. Die Schulwege seien in einem Zustand und in der Stadt würden die Schultoiletten regelmäßig saniert. In Grundschulen sei es oft eher das Problem, dass Kinder erst einmal richtig Deutsch lernen müssten. Die Anträge wurden dementsprechend alle einstimmig oder mit übergroßer Mehrheit abgelehnt.
