Heimtrainer Thomas Aumann erwartet einen spannenden Pokalfight am Soisdorfer Hauck, bei dem es vor allem auf die Grundtugenden ankommt. Die SGRS ist aktuell gut in Form, während der Fußball-Gruppenligist aus dem Vogelsberg nach gutem Saisonstart zuletzt etwas ins Straucheln geriet. Auch deshalb sieht Aumann sein Team nicht chancenlos – zumal die Gastgeber im Achtelfinale mit der SG Schlitzerland bereits eine klassenhöhere Mannschaft ausschalteten. Mit Vogelsberg wartet nun nochmal ein anderes Kaliber, die SGRS freut sich allerdings auf die Aufgabe. „Wir freuen uns, uns auch mit höherklassigen Teams messen zu können“, sagt Aumann.
In der A-Liga Mitte läuft es für die Gastgeber bisher. Mit 29 Punkten steht Rasdorf/Soisdorf auf Tabellenplatz vier, der Rückstand auf Unterhaun auf Rang zwei beträgt allerdings nur drei Punkte bei einem Spiel weniger – dazu sind die Hausherren im gesamten Oktober ungeschlagen geblieben. „Wir wollen den Lauf, den wir haben, bestätigen“, so Aumann. Ganz anders sieht es bei den Gästen aus dem Vogelsberg aus. Die FSG konnte im gesamten Oktober keinen Sieg feiern und erkämpfte sich im vergangenen Duell gegen den SV Neuhof ein torloses Remis – auch deshalb rechnet sich der Underdog Chancen aus. „Der Pokal ist immer etwas anderes. Da sind alle nochmal zusätzlich motiviert, den Großen zu ärgern. Dazu kommt, dass Vogelsberg die Reise unterhalb der Woche antreten muss, das ist auch nicht immer leicht“, betont Aumann und fordert die besagten Grundtugenden von seiner Mannschaft. „Wir brauchen den Kampf, Leidenschaft und vieles mehr – gerade bei den Wetter- und Platzbedingungen“, erklärt der Coach.
Für Fabian Lehmann, Spielertrainer auf der anderen Seite, ist die Partie beim A-Ligisten trotz schwieriger Vorzeichen eine Pflichtaufgabe: „Wir wollen eine Runde weiterkommen“, betont der FSG-Trainer, der die Partie dennoch mit der nötigen Ernsthaftigkeit angeht: „Wir werden nicht rotieren und mit 14 bis 15 Mann anreisen“, erklärt Lehmann: „Der Gegner spielt eine gute Rolle in der A-Liga. Das wird kein Selbstläufer.“ In den vergangenen Jahren mussten sich die Vogelsberger stets früh aus dem Pokal verabschieden, in dieser Saison wäre ein Duell mit den großen Favoriten Eiterfeld/Leimbach und Hünfeld erst im Finale möglich. „Das sind immer Spiele, die man gerne mitnimmt. Aber erstmal müssen wir weiterkommen. Die Witterungsbedingungen lassen Fußballspielen kaum zu, da kommt es auf andere Tugenden an“, so Lehmann abschließend. Der Sieger der Partie trifft im Halbfinale auf den VfL Lauterbach.
