Kreisoberliga Nord: Hünfeld II will den Spitzenreiter ärgern
Um 19 Uhr trifft der Hünfelder SV II auf Tabellenführer Blau-Weiß Großentaft. Die Hünfelder Reserve hat nach dem 6:0-Sieg gegen Rotenburg/Lispenhausen ordentlich Selbstvertrauen getankt und steht mit 21 Punkten aus 14 Spielen solide im Mittelfeld. Nur 16 Gegentore zeigen, dass die junge Mannschaft defensiv gut organisiert ist.
Großentaft dagegen führt die Liga mit 35 Punkten an, hat aber zuletzt fast drei Wochen pausiert. Trainer Patrick Lesser sieht darin einen Nachteil: „Wir haben dann 19 Tage kein Spiel mehr gehabt. Das bringt einen schon aus dem Rhythmus. Wir hätten gerne am vergangenen Sonntag gegen Gudegrund gespielt, aber das hat leider nicht geklappt.“ In Hünfeld erwartet er ein schweres Spiel: „Da treffen wir auf eine junge und organisierte Mannschaft. Natürlich müssen wir mal schauen, wer bei Hünfeld letztendlich aufläuft. Dort wartet ein riesiger Platz auf uns, da werden wir garantiert nicht wild drauf losrennen.“ Mit Friedrich Walt und Radomir Vlk fehlen zwei Stammkräfte in der Abwehr, doch Lesser bleibt gelassen: „Somit treffen jetzt aber auch die beiden Mannschaften mit den besten Abwehrreihen aufeinander. Wir stehen aktuell in der Tabelle gut da. So macht Fußball dann auch einfach Spaß. Wir würden natürlich gerne weiter oben mitspielen, aber wir werden sehen, wo es hingeht.“
Kreisoberliga Süd: Abstiegskampf pur am Kunstrasen
In der Kreisoberliga Süd kommt es um 19.30 Uhr zum direkten Duell zweier punktgleicher Teams: Der SV Mittelkalbach (Platz 15) empfängt die SG Löschenrod (Platz 14). Beide Mannschaften haben 14 Punkte und kämpfen um jeden Zähler im Abstiegskampf.
Mittelkalbach verlor zuletzt deutlich mit 1:5 in Rothmann. Trainer Marc Friedel war enttäuscht: „Rothemann hat im letzten Spiel verdient gewonnen, da hatten wir uns mehr ausgerechnet. Durch individuelle Fehler haben wir den Gegner immer wieder eingeladen und ins Spiel geholt.“ Nun fordert er eine Reaktion: „Jetzt gegen Löschenrod spielen wir wieder auf einem anderen Untergrund, aber auf dem müssen wir gewinnen – egal wie. Am Ende geht es nicht darum, wie wir spielen, sondern ums nackte Ergebnis. Wir müssen einfach ein Tor mehr schießen als der Gegner.“ Wichtig seien Aggressivität, Laufstärke und Teamgeist: „Da erwartet keiner schönen Fußball. Ob wir gewinnen, liegt am Ende an uns. Trotz einiger Verletzten haben wir genug Spieler im Kader.“
Bei der SG Löschenrod ist die Stimmung nach dem 0:0 gegen Lauter etwas aufgehellt. Trainer Alexander Lembcke sieht Fortschritte: „Die Stimmungslage ist nach dem 0:0 gegen SG Lauter etwas positiver. Wir haben endlich mal die Null gehalten und das in einem sehr umkämpften Spiel.“ Für das wichtige Auswärtsspiel am Mittwoch gilt: „Da müssen wir die Zweikämpfe annehmen und läuferisch alles reinhauen. Dieses Spiel ist natürlich immens wichtig, aber entscheidet auch noch nicht über die Saison. Mit dem Sieg kann man aber auch ein Zeichen setzen.“ Lembcke erwartet ein intensives Spiel: „Das wird aber sehr wahrscheinlich kein leckerer Fußballabend. Wir wollen hinten erstmal sicher stehen, und dann wird auch wichtig, wer die zweiten Bälle gewinnt.“
Beide Mannschaften stehen unter Druck, ein Sieg könnte im Tabellenkeller entscheidende Luft verschaffen – ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel.
